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Nahverkehrstrend

U-Bahn-Revolution: Warum Stehplätze bald zum Normalfall werden

U-Bahn-Revolution: Warum Stehplätze bald zum Normalfall werden
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Weniger Sitzplätze trotz steigender Fahrgastzahlen: In Hamburg sorgt die neue U-Bahn-Generation für Unmut, während der Trend in ganz Europa zu beobachten ist.

In europäischen Metropolen wächst nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr. Parallel zu dieser Entwicklung zeichnet sich ein bemerkenswerter Trend ab: Die Anzahl der Sitzplätze in U-Bahn-Garnituren nimmt kontinuierlich ab. Besonders in Hamburg sorgt dieses Thema derzeit für erhitzte Gemüter.

Hamburgs neue U-Bahn

Im Zentrum der Kontroverse steht die künftige U-Bahn-Generation DT6, die ab 2028 in Hamburg verkehren soll. Die Hamburger Hochbahn präsentiert das neue Modell mit attraktiven Features wie großflächigen Panoramafenstern, integrierten USB-Anschlüssen zum Laden elektronischer Geräte und vollverglasten Türen.

Das neue Fahrzeug wird 2,73 Meter breit sein – das sind 13 Zentimeter mehr als beim Vorgängermodell DT5. Die vierteilige Wagenstruktur soll Barrierefreiheit und Fahrgastkapazität verbessern.

Sitzplatz-Dilemma

Doch die Realität zeigt: Ältere U-Bahn-Modelle boten deutlich mehr Sitzgelegenheiten für die Fahrgäste. Während der DT5 noch 96 Sitzplätze pro Fahrzeug aufweist, sinkt diese Zahl beim DT6 dramatisch: Das DT6-A-Modell bietet nur noch 66 Sitzplätze, das DT6-F sogar nur 58.

Paradox dabei: Die Gesamtkapazität steigt dennoch von 220 auf bis zu 300 Plätze pro Fahrzeug. Die Hamburger Hochbahn rechtfertigt diese Entwicklung mit der Notwendigkeit, mehr Stehplätze und multifunktionale Flächen für Gepäck, Kinderwagen und Rollstühle zu schaffen. Pro Zug können so bis zu 80 Personen mehr transportiert werden.

Die Sitzplatzanordnung kombiniert klassische Vierergruppen mit Längssitzen, um den Innenraum flexibler zu gestalten. Das Ziel: Der wachsenden Fahrgastzahl und unterschiedlichen Nutzerbedürfnissen besser gerecht zu werden.

Für das Problem der schwindenden Sitzplatzkapazität existieren allerdings kaum zufriedenstellende Lösungsansätze.

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KO KOSMO-Redaktion
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