Serbiens Straßen werden zur Kontrollzone: Während der Feiertage und im Rahmen europaweiter ROADPOL-Aktionen müssen Verkehrsteilnehmer mit verschärften Überprüfungen rechnen.
Verstärkte Kontrollen
Aufgrund des bevorstehenden St. Nikolaus-Festes rechnet das öffentliche Unternehmen „Putevi Srbije“ mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und ruft alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht auf. Da Grund- und Mittelschulen kurzzeitig geschlossen bleiben, wird insbesondere auf den Strecken zu beliebten Ausflugszielen mit verstärktem Verkehr gerechnet. Die Verkehrspolizei wird in diesem Zeitraum vermehrt Kontrollen durchführen.
Im Rahmen einer europaweiten Aktion des Polizeinetzwerks ROADPOL (europäisches Verkehrspolizei-Netzwerk) werden vom 15. bis 21. Dezember 2025 in 34 europäischen Ländern verstärkte Verkehrskontrollen stattfinden. Der Fokus liegt dabei auf der Überprüfung von Lkw- und Busfahrern. Die Beamten werden besonders auf stark frequentierten Routen die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sowie die allgemeinen Voraussetzungen für die Verkehrsteilnahme kontrollieren.
Europaweite Aktionen
Bereits jetzt läuft eine ähnliche ROADPOL-Aktion, die noch bis zum 23. November andauert. Bei dieser Kontrollwelle steht ebenfalls die Überprüfung von Bus- und Lkw-Fahrern im Mittelpunkt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Bussen, die Kinder zu Ausflügen, Schulveranstaltungen oder anderen organisierten Aktivitäten befördern. Die Verkehrspolizei wird streng darauf achten, dass alle vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden und bei Verstößen den Transport untersagen, bis sämtliche Auflagen erfüllt sind.
Für den Zeitraum vom 16. bis 22. Juni ist eine weitere ROADPOL-Aktion geplant, in deren Rahmen ein spezieller „Marathon gegen Alkohol und Drogen“ stattfinden wird. Dabei werden die Beamten verstärkt auf Geschwindigkeitsübertretungen, Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, die Nutzung von Sicherheitsgurten und die vorschriftsmäßige Beförderung von Kindern achten. Auch die Verwendung der vorgeschriebenen Winterausrüstung wird kontrolliert.
Politische Spannungen
In Arandjelovac kam es zu einem gewaltsamen Vorfall gegen den Aktivisten der Serbischen Fortschrittspartei (SNS), Vladimir Marjanovic. Der Chefredakteur der Zeitung Informer, Dragan J. Vucicevic, unterbrach eine Fernsehsendung, um über eine angebliche Audioaufnahme von einem Treffen der sogenannten „Blockierer“ zu berichten, das Ende Jänner 2026 in Belgrad stattgefunden haben soll. Laut Vucicevic habe niemand versucht, die Informationen zu dementieren.
Der Geschäftsmann Branko Babic erhebt weiterhin schwere Vorwürfe gegen die „Blockierer“. Zudem wurde ein TikTok-Influencer namens Velja RS, der die Aktivistin Dijana Hrka während ihres Hungerstreiks unterstützt hatte, offenbar eines Betrugs überführt.
Kulturminister Nikola Selakovic, Mitglied des Präsidiums der Serbischen Fortschrittspartei, äußerte sich kritisch über die sogenannte Studentenliste. Er behauptete, hinter dieser stünden Personen ohne politische Erfolge, deren einziges Programm aus Hass gegen die aktuelle Regierung unter Führung des Staatspräsidenten sowie gegen „alles Serbische“ bestehe.