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Städtereise

Versteckte Höfe und grüne Oasen: So schön ist Zagreb

Versteckte Höfe und grüne Oasen: So schön ist Zagreb
(FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Zagreb im Sommer: eine Stadt, die mehr bereithält, als die Karte zeigt – und genau das macht sie so besonders.

Zagreb zählt zu jenen Städten, die im Sommer besonders aus sich herausgehen. Eines der prägenden Ereignisse dieser Jahreszeit ist das Zagreb Classic Festival: Vom 19. Juni bis zum 3. Juli verwandelte sich der König-Tomislav-Platz in eine weitläufige Freiluftbühne, auf der neun kostenlose Konzerte mit kroatischen und internationalen Orchestern, Chören und Solisten stattfanden.

Mit dem Ende des Festivals ist der musikalische Sommer der Stadt jedoch noch lange nicht vorbei. Im August bespielt eine Reihe von Tanzveranstaltungen den Zrinjevac-Park: An mehreren Freitag- und Samstagabenden stehen dort Dance Partys auf dem Programm, die mit einem Tanzworkshop beginnen und in einem Konzert im historischen Musikpavillon gipfeln. Das stilistische Spektrum reicht dabei von Jive und Rumba über Salsa und Bachata bis hin zum Wiener Walzer.

Kulinarische Vielfalt

Wer Zagreb kulinarisch erkunden möchte, stößt schnell auf ein Angebot, das die anfänglichen Erwartungen übertrifft. Traditionelle kroatische Lokale stehen neben modernen Bistros, internationale Küche trifft auf Streetfood, Weinbars und Restaurants, die gezielt mit Produkten aus verschiedenen Regionen des Landes arbeiten.

Diese Bandbreite sorgt dafür, dass kein Tag dem anderen gleicht: Mal steht ein klassisches Nationalgericht auf dem Tisch, mal landet man in einem kleinen Bistro oder erkundet Weine aus unterschiedlichen kroatischen Anbaugebieten. Die geografische Lage der Stadt zwischen dem kontinentalen Landesinneren und der Adriaküste schlägt sich unmittelbar in der Auswahl nieder – Fleisch, Gemüse, Käse, Wein und Fisch finden sich gleichermaßen auf den Speisekarten.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen in auffallend kurzer Distanz zueinander. Wer vom Ban-Jelacic-Platz im Herzen der Stadt aufbricht, erreicht die Oberstadt entweder zu Fuß oder mit der historischen Standseilbahn, die zu den markantesten Verkehrsmitteln Zagrebs gehört und Unter- und Oberstadt auf einer der kürzesten Strecken ihrer Art verbindet. Oben erwartet die Besucher ein Ensemble aus Markuskirche mit ihrem farbenfrohen Ziegeldach, Steinerner Pforte, Lotrscak-Turm sowie einem Geflecht aus kleinen Gassen und Plätzen.

Der Lotrscak-Turm bietet dabei mehr als nur einen Panoramablick: Täglich um Punkt 12 Uhr wird dort die Gric-Kanone abgefeuert – ein Brauch, der bis ins Jahr 1877 zurückreicht.

Grüne Ruhepole

Auch wer grüne Ruhepole sucht, wird in Zagreb mitten im Stadtzentrum fündig. Der Botanische Garten in der Unterstadt beherbergt mehr als 5.000 Pflanzenarten aus Kroatien und aller Welt und ist im Sommer bis zum Sonnenuntergang geöffnet – ein willkommener Rückzugsort inmitten des Stadtspaziergangs.

Wer mehr Zeit mitbringt, kann weiter zum Maksimir-Park oder zu den Jarun-Seen fahren, einem der bedeutendsten Freizeitgebiete der Stadt. Kiesstrände, Radwege, Laufstrecken, Sportanlagen sowie Cafés und Restaurants machen das Areal zu einem vielseitig nutzbaren Ausflugsziel. An heißen Sommertagen zieht es viele Einheimische zum Schwimmen oder einfach zum Verweilen ans Wasser.

Das eindrücklichste Erlebnis, das Zagreb im Sommer bereithält, lässt sich kaum in einen straffen Zeitplan pressen. Die Stadt ist gut zu überblicken, zentrale Sehenswürdigkeiten, Parks und Stadtteile liegen nah beieinander – und genau das lädt dazu ein, den direkten Weg gelegentlich zu verlassen. Wer durch Durchgänge und an Fassaden vorbei in die Tiefe der Stadt vordringt, entdeckt Innenhöfe, Terrassen, Gärten und Lokale, die sich dem flüchtigen Blick entziehen.

Diese verborgenen Orte erschließen sich meist nur denen, die nicht ausschließlich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit eilen.

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KO KOSMO-Redaktion
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