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Kostenfalle

Versteckte Radar-Falle: Pendler muss 28.000 Euro blechen

Versteckte Radar-Falle: Pendler muss 28.000 Euro blechen
FOTO: iStock/ChiccoDodiFC
2 Min. Lesezeit |

Ein verstecktes Radargerät hinter einer drei Meter hohen Hecke wurde für einen italienischen Pendler zum finanziellen Albtraum.

Andrea Ferretto pendelte ahnungslos in eine Kostenfalle: Der 40-jährige Sicherheitsbeamte aus Nizza Monferrato fuhr täglich zu seinem Arbeitsplatz in einem Supermarkt in Tortona – ohne zu bemerken, dass ein verstecktes Radargerät in Bazzana di Mombaruzzo monatelang seine Geschwindigkeitsübertretungen dokumentierte.

Die 2021 registrierten Verstöße wurden ihm über die Jahre 2022 und 2023 zugestellt, erreichten ihn jedoch erst mit erheblicher Verzögerung.

„Anfangs habe ich einige Benachrichtigungen ignoriert, weil ich von einem Irrtum ausging. Als dann plötzlich ein Dokument mit allen 100 Strafen eintraf, rief ich ungläubig bei der Polizei an und fragte, ob das ein Scherz sei. Die Antwort war ein klares Nein“, schildert Ferretto, der monatlich gerade einmal 1.100 Euro verdient, wie die italienische Zeitung Il Nazionale berichtet.

Verstecktes Messgerät

Nun steht der Italiener vor einem finanziellen Albtraum: 28.000 Euro Strafzahlungen und ein drohendes Fahrverbot. Ferretto kritisiert die Platzierung des Messgeräts scharf: „Das Radar war hinter einer drei Meter hohen Hecke in einer Halbkurve versteckt – ein klarer Verstoß gegen die Vorschriften, die gut sichtbare Kontrollpunkte vorschreiben. Sechs Monate lang bin ich diese Strecke zweimal täglich gefahren. Hätte ich das Gerät sehen können, hätte ich selbstverständlich abgebremst. Aber es war wie eine Falle aufgestellt.“

Er verweist dabei auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das Transparenz bei Geschwindigkeitsmessungen fordert.

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Rechtliche Folgen

Trotz anwaltlicher Unterstützung wurde Ferretto mitgeteilt, dass die Einspruchsfrist abgelaufen sei. Während er nun versucht, Ratenzahlungen zu vereinbaren, erhielt er bereits die Mitteilung über ein Nutzungsverbot für sein Auto und seinen Roller.

„Ich gebe nicht auf. Mir geht es darum, dass das Radargerät an einen sichtbaren Ort verlegt wird, damit andere nicht in dieselbe Falle tappen“, betont der Sicherheitsbeamte und warnt andere Verkehrsteilnehmer vor solchen „unsichtbaren“ Kontrollpunkten.

Eine Stellungnahme der lokalen Behörden zur umstrittenen Platzierung des Messgeräts steht noch aus.

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KO KOSMO-Redaktion
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