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Stellenabbau

VW-Chef augebuht: 10.000 Arbeiter rebellieren gegen Sparkurs

VW-Chef augebuht: 10.000 Arbeiter rebellieren gegen Sparkurs
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Pfiffe, Transparente, offene Konfrontation: Bei VW eskaliert der Machtkampf zwischen Konzernspitze und Belegschaft.

Volkswagen-Chef Oliver Blume hat bei einer Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg unmissverständlich klargemacht: Der Sparkurs des Konzerns ist nicht verhandelbar. Angesichts von US-Zöllen, geopolitischen Verwerfungen und dem wachsenden Druck durch neue Mitbewerber sieht Blume keine Alternative zu tiefgreifenden Kostensenkungen und einer Verschlankung der Unternehmensstrukturen. Die Belegschaft quittierte seine Ausführungen mit lautstarken Pfiffen, Transparente mit Protestbotschaften prägten das Bild in der Halle – doch Blume blieb bei seiner Linie.

Gewerkschaft schlägt zurück

Gewerkschaftsvertreter der IG Metall richteten vom Podium aus deutliche Worte an den Vorstand. Parolen wie „Stoppt den Tarifbruch!“ und „Unsere Arbeitsplätze sind nicht eure Bilanzkorrektur!“ hallten durch das Werk. Betriebsratschefin Daniela Cavallo ging mit Blumes jüngst kommunizierter Zahl von 50.000 weiteren Stellenstreichungen scharf ins Gericht. Diese sei theoretisch konstruiert und diene in erster Linie dazu, die Attraktivität des Unternehmens an der Börse zu steigern – nicht dem tatsächlichen Sanierungsbedarf.

Blume selbst versuchte, die Wogen zumindest teilweise zu glätten. Eine Schließung deutscher Werke sei keineswegs beschlossene Sache, betonte er. Vielmehr gehe es darum, in den kommenden sechs bis zwölf Monaten „nachhaltige Perspektiven“ für alle Standorte zu entwickeln. Die einzelnen Konzernmarken wurden beauftragt, gemeinsam mit den jeweiligen Werken konkrete Optionen auszuarbeiten. „Unsere Forderung ist klar: Wir kämpfen für die industrielle Zukunft und die Arbeitsplätze in unseren Fabriken“, sagte Blume.

Standorte unter Druck

Für mehrere Standorte zeichnet sich die Lage dennoch düster ab. Den Werken in Emden, Hannover und Zwickau sowie dem Audi-Werk in Neckarsulm fehlt nach Einschätzung des Konzerns für die 2030er-Jahre eine „wettbewerbsfähige“ Kapazitätsauslastung. Eine Schließung bezeichnete Blume jedoch als „immer die letzte und teuerste Lösung“. Bis Anfang kommender Woche sind in sämtlichen deutschen VW-Werken weitere Betriebsversammlungen geplant – die Betriebsräte drängen auf Klarheit über das geplante Ausmaß der Einschnitte.

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KO KOSMO-Redaktion
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