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„SCHWIMMENDES GOLD“

„Wal-Kotze“ macht Fischer zu Millionären

(FOTO: Twitter/ft8DVqLlRTRU0Rk)

Arme Fischer machten einen spektakulären Fund im inneren eines Pottwals, der sie schlagartig reich machte: Ambra.

Der Krieg im Jemen sorgt seit 2014 für großes Leid. Eine Gruppe Fischer konnte sich jetzt über Nacht aus dem Elend befreien. Die Männer entdeckten nämlich im Magen eines toten Pottwals vor der Küste der südlichen Provinz Aden 127 Kilo der Substanz Ambra. Der spektakuläre Fund ist ein Vermögen wert und machte die Finder über Nacht zu Millionären.

Ambra: Die wachsartige, grauschwarze Substanz ist viel wert
Eine Fischergruppe im Jemen kam über Nacht unverhofft zu viel Geld. Durch Zufall fanden die Männer 127 Kilo Ambra im Bauch eines Pottwals. Zunächst hatten die Fischer das riesige tote Tier gar nicht beachtet und sind mehrfach an ihm vorbeigefahren, sagte einer von ihnen der Nachrichtenagentur „Middle East Eye“. Einer der Fischer, der sich mit Pottwalen auskennt, habe dann aber erkannt, dass der Kadaver möglicherweise einen Schatz beherbergen könnte: Ambra.

Die Ambra ist eine wachsartige, grauschwarze Substanz, die sich im Verdauungstrakt eines Pottwals bilden kann. In Kontakt mit Licht, Wasser und Luft entwickelt die Masse einen wohlriechenden Duft. Sie wird häufig bei der Herstellung von hochwertigen Parfums verwendet, um die Aromen länger haltbar zu machen. Der Preis für ein Kilo Ambra liegt zwischen 10.000 und 30.000 Dollar.

Die Pottwale scheiden den wertvollen Stoff entweder über ihre Verdauung aus oder erbrechen die Ambra in Form von Brocken. Danach treibt das „schwimmende Gold“ im Meer oder wird an Strände gespült. Die Brocken sind in der Regel nur wenige Kilo schwer. Wie in diesem Fall kann es aber auch passieren, dass sich die Ambra-Klumpen in toten Walen befinden.

Fund brachte den Fischern 1,5 Millionen Dollar
Die Fischer, die den Walkadaver an der jemenitischen Küste endeckten, mussten ihn zunächst 30 Kilometer weit auf das Festland bringen. Mit elf kleinen Boten und mehreren Dutzend Fischern gelang die Bergung schließlich. Als sie das Tier aufschnitten fanden die Fischer den 127 Kilo schweren Batzen Ambra. Ein Geschäftsmann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kaufte den Fischern den spektakulären Mageninhalt für rund 1,5 Millionen Dollar ab.

Die Fischer teilten sich die Summe gerecht auf, je nachdem wie stark jeder einzelne an dem Einsatz beteiligt war. Einige kauften sich nun ein eigenes Boot, Auto oder Haus. Der Rest soll an bedürftige Verwandte gegangen sein. Das Jahreseinkommen der Bevölkerung beträgt im Jemen im Durchschnitt laut Angaben der Weltbank nur rund 800 Dollar. Doch der Ambra-Fund hat das Leben der Fischer von einem Tag auf den anderen vollständig verändert.

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