Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Invasionsalarm

Warnung für Adria-Urlauber: Giftiger Fisch breitet sich aus

Warnung für Adria-Urlauber: Giftiger Fisch breitet sich aus
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein giftiger Eindringling breitet sich in der Adria aus – und Meeresbiologen schlagen Alarm.

Meeresbiologen warnen eindringlich vor einer zunehmenden Ausbreitung des Rotfeuerfisches in der Adria. Das ursprünglich im Indopazifik und im Roten Meer beheimatete Tier wird entlang der kroatischen Küste immer häufiger gesichtet – ein Umstand, der Forschende in ernsthafte Besorgnis versetzt. Als invasive Art ohne nennenswerte natürliche Feinde kann sich der Räuber in der Adria nahezu ungehindert vermehren.

Durch den Fraß kleiner Fische und Krebstiere gefährdet er heimische Arten und stört das fragile Gleichgewicht des Meeresökosystems. Besonders im südlichen Teil der Adria haben sich die Sichtungen in den vergangenen Monaten deutlich verdichtet. Wissenschaftler rechnen damit, dass der Fisch sein Verbreitungsgebiet künftig noch weiter in Richtung Norden ausdehnen wird.

Gefahr für Menschen

Auch für Menschen stellt der Rotfeuerfisch eine reale Gefahr dar. Die Stacheln an Rücken, Bauch und Brust des Tieres sind giftig und können bei Kontakt starke Schmerzen auslösen. Badegäste, Taucher und Fischer sind daher angehalten, ausreichend Abstand zu halten und gefangene Exemplare ausschließlich mit Schutzhandschuhen oder geeigneter Ausrüstung zu berühren.

Das Institut für Ozeanografie und Fischerei ruft alle Taucher, Fischer, Segler und Wassersportler dazu auf, Sichtungen und Fänge zu melden. Solche Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind für die Wissenschaft wertvoll, um die Bestandsentwicklung systematisch beobachten zu können.

Ausbreitung im Mittelmeer

Bereits im vergangenen Sommer hatten italienische Forschende auf die Gefahr hingewiesen: Über den Suezkanal gelangte der Rotfeuerfisch ins Mittelmeer und wurde 2016 erstmals auch in Italien nachgewiesen. Trotz seiner giftigen Stacheln gilt das Fleisch des Tieres als genießbar – in einigen Mittelmeerländern wird es sogar als Delikatesse geschätzt.

Fachleute empfehlen daher, den Rotfeuerfisch gezielt zu befischen, um einer weiteren unkontrollierten Ausbreitung entgegenzuwirken.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen