Die Insolvenz der Linzer Mineralölfirma Stiglechner zieht immer weitere Kreise – nun trifft es auch ein eng verbundenes Unternehmen.
Anfang Dezember des vergangenen Jahres erschütterte eine Hiobsbotschaft die Branche: Die Linzer Mineralölfirma Stiglechner, die rund 140 Tankstellen betreibt, hatte sich in massive Verbindlichkeiten manövriert und war gezwungen, einen Insolvenzantrag einzureichen. Hunderte Beschäftigte bangten um ihre Stellen. In den folgenden Wochen verdichtete sich das Bild einer umfassenden Unternehmenskrise – die Pleite zog weitere schwerwiegende Folgen nach sich.
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Millionen-Forderungen angemeldet
Am Dienstag fanden die Prüfungstagsatzungen in den Insolvenzverfahren der Julius Stiglechner GmbH sowie der Stiglechner Tankstellen GmbH statt. Rund 840 Gläubiger haben dabei Forderungen in Höhe von insgesamt etwa 136,1 Millionen Euro angemeldet, von denen rund 125,9 Millionen Euro anerkannt wurden. Der Alpenländische Kreditorenverband weist darauf hin, dass die Gesamtverbindlichkeiten noch weiter steigen könnten, da ein Teil der Gläubiger bislang keine Forderungen eingebracht hat.
IQ Card betroffen
Nun ist bekannt geworden, dass auch über die IQ Card Vertriebs GmbH ein Sanierungsverfahren eröffnet wurde. Das 2007 gegründete Unternehmen war für den Vertrieb der Stiglechner-Tankkarten zuständig und betreute dabei rund 65.000 gewerbliche Kundinnen und Kunden. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf etwa 12 Millionen Euro; belastbare Angaben zum vorhandenen Vermögen liegen derzeit nicht vor. Das Unternehmen beschäftigt keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr.
Auf seiner Website teilt IQ Card mit, man habe in den vergangenen Wochen „alle erdenkbaren Anstrengungen“ unternommen, um einen Fortbetrieb zu ermöglichen. Diese Bemühungen seien jedoch ohne Erfolg geblieben. Zugleich hält das Unternehmen fest, dass die ausgegebenen Karten an einzelnen Tankstellen weiterhin akzeptiert werden – eine entsprechende Liste ist auf der Website abrufbar.
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