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Audemars Piguet x Swatch

Weltweite Hysterie wegen neuer Swatch: Polizei muss Pfefferspray einsetzen (VIDEOS)

Weltweite Hysterie wegen neuer Swatch: Polizei muss Pfefferspray einsetzen (VIDEOS)
FOTO: Screenshot X
4 Min. Lesezeit |

Campingstühle, Polizeieinsatz, ausverkauft in vier Minuten: Eine Plastikvariante einer Luxusuhr sorgt weltweit für Ausnahmezustände.

Von Bangkok bis Amsterdam, von Dubai bis Athen: Die Ankündigung einer neuen Swatch-Taschenuhr hat rund um den Globus für Szenen gesorgt, die man eher von Konzertticket-Verkäufen oder Spielzeug-Launches in der Vorweihnachtszeit kennt. Hunderte Menschen verbrachten ganze Nächte auf Klappstühlen vor Swatch-Filialen, streamten ihre Warteposition live auf TikTok und X – und das alles für ein Objekt aus Kunststoff im Taschenformat.

Auslöser des globalen Ausnahmezustands ist die „Royal Pop“, die Swatch gemeinsam mit dem Schweizer Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet entwickelt hat. Nach dem Erfolgsmodell der MoonSwatch-Kooperation mit Omega ist dies die nächste große Kollaboration der Swatch Group – der offizielle Verkaufsstart fiel auf den 16. Mai.

Weltweit standen Hunderte Fans mit Campingstühlen stundenlang vor den Swatch-Stores Schlange. Auch in der Schweiz selbst, wo Luxusuhren gewöhnlich hinter den diskreten Türen exklusiver Boutiquen den Besitzer wechseln, bildeten sich plötzlich lange Warteschlangen für ein Modell aus Plastik. In Genf strömten Fans zur „Royal Pop“ wie zu einem Ausverkauf, der seinesgleichen sucht.

Chaos und Abbrüche

In Dubai spitzte sich die Lage bereits in den frühen Morgenstunden zu: Schon gegen 3 Uhr nachts hatten sich in der Dubai Mall massive Menschenansammlungen gebildet. Der Andrang war letztlich so groß, dass der Verkauf dort sowie in der Al Ain Mall aus Sicherheitsgründen offenbar abgesagt wurde. „Niemand schläft heute Nacht in der Stadt“, hieß es in einem Posting auf X – die Wartenden selbst waren längst zum Spektakel geworden.

In Birmingham kippte die Stimmung vollständig. Ein Augenzeuge schilderte auf X, er habe einen der „gefährlichsten und am schlechtesten organisierten Produktstarts“ erlebt, die er je miterlebt habe. Vor Ort kam es demnach zu unkontrollierten Menschenmassen, massivem Gedränge und völlig überforderten Sicherheitskräften. Schließlich rückte die Polizei an – laut dem Bericht des Nutzers wurde dabei auch Pfefferspray eingesetzt.

In mehreren Stores wurde der Verkauf der „Royal Pop“ wegen der extremen Nachfrage kurzfristig gestoppt. Bereits Stunden vor dem offiziellen Startschuss hatten sich vor den Stores lange Warteschlangen gebildet, die das Vorhaben schließlich zum Scheitern brachten.

Spekulation treibt Andrang

Hinter dem Massenandrang steckt mehr als bloße Begeisterung für ein Uhrendesign. Viele Käufer spekulieren auf den Wiederverkaufswert: Bereits die frühere MoonSwatch-Kollaboration erzielte nach dem Erstverkauf teils ein Vielfaches des ursprünglichen Preises auf dem Sekundärmarkt – ein Muster, das nun auch bei der „Royal Pop“ erwartet wird. Kurz nach dem Verkaufsstart im März 2022 wurden einzelne Modelle der ersten MoonSwatch-Kollektion mit Omega auf Online-Plattformen wie Chrono24 und Ebay teils zu Preisen gehandelt, die das Zwei- bis Dreifache der offiziellen unverbindlichen Preisempfehlung von rund 260 Euro erreichten. Experten gehen davon aus, dass einzelne Modelle rasch mehrere Tausend Euro wert sein könnten.

Hinzu kommt der Markenmythos von Audemars Piguet: Die originale „Royal Oak“ zählt zu den begehrtesten Luxusuhren weltweit – und plötzlich ist eine Version davon für rund 400 Euro erhältlich.

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KO KOSMO-Redaktion
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