Die Darmkrebsrate bei jungen Menschen steigt bedrohlich an. Fünf alltägliche Lebensmittelgruppen stehen nun im Verdacht, das Risiko erheblich zu erhöhen.
Die Zahl junger Menschen mit Darmkrebsdiagnosen steigt alarmierend an. Experten beobachten europaweit einen kontinuierlichen Anstieg bei Menschen unter 50 Jahren, den sie mit veränderten Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Übergewicht in Verbindung bringen. Medizinische Fachleute warnen daher verstärkt vor bestimmten Nahrungsmitteln und Getränken, die als potenzielle Risikofaktoren gelten. Energy-Drinks stehen dabei besonders im Fokus der Kritik. Eine aktuelle umfassende Studie hat sich kürzlich mit dieser Problematik auseinandergesetzt.
⇢ Forscher schlagen Alarm: Beliebtes Getränk erhöht Darmkrebs-Risiko
Riskante Lebensmittel
Besondere Aufmerksamkeit verdienen fünf Lebensmittelgruppen. Alkoholische Getränke führen diese Liste an. Die WHO stellt unmissverständlich fest: „Es gibt keine gesundheitlich unbedenkliche Menge an Alkohol.“ Bereits geringer Alkoholkonsum erhöht das Risiko für verschiedene Krebsarten signifikant. Besonders gefährdet sind dabei Organe wie Darm, Leber, Speiseröhre und Mundhöhle.
Auch Fleischprodukte werden als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Dies betrifft vor allem Schweinefleisch und andere rote Fleischsorten. Selbst Geflügel kann bei übermäßigem Verzehr das Darmkrebsrisiko steigern.
Der Konsum von Wurst und verarbeitetem Fleisch sollte ebenfalls eingeschränkt werden. Eine tägliche Menge von maximal 50 Gramm kann verhindern, dass sich das Erkrankungsrisiko um 18 Prozent erhöht.
Empfohlene Grenzen
Auch bei Milchprodukten ist Mäßigung angebracht – Fachleute raten zu höchstens 0,8 Liter täglich. Zucker steht gleichfalls unter kritischer Beobachtung. Er findet sich mittlerweile in zahlreichen Produkten, wodurch die tatsächlich konsumierte Menge oft unterschätzt wird.
Die WHO-Empfehlung liegt bei maximal 50 Gramm „freiem Zucker“ pro Tag. Selbst einige Alltagsprodukte, die von Millionen Menschen täglich konsumiert werden, gelten als potenziell krebserregend.
Dennoch gilt: Maßvoller Genuss ist unbedenklich. Wichtig ist zudem, auf Qualität zu achten und gegebenenfalls mehr Geld für hochwertige Lebensmittel auszugeben.
Wer zusätzlich auf frische Zubereitung setzt, trifft die beste Entscheidung für seine Gesundheit.