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Sprachkenntnisse

Wien: Volksschüler toppen Pädagogen teilweise bei Deutschkenntnissen

Wien: Volksschüler toppen Pädagogen teilweise bei Deutschkenntnissen
(FOTO: iStock/gpointstudio)
2 Min. Lesezeit |

Sprachliche Missverständnisse in der Nachmittagsbetreuung an Wiener Volksschulen sorgen für Unruhe unter Eltern. Die Anstellung von Pädagogen ohne ausreichende Deutschkenntnisse wirft Fragen zur Qualität der Betreuung auf.

Die Einstellung von Nachmittagsbetreuern ohne ausreichende Deutschkenntnisse an Wiener Volksschulen sorgt bei Eltern für Unmut. In einigen Schulen haben sich bereits Probleme ergeben, wie die APA berichtet. Die Bildung im Mittelpunkt GmbH (BiM), im Besitz der Stadt Wien, sieht dies als „Einzelfälle“ an, gesteht jedoch zu, dass Dienstverhältnisse bereits beendet wurden.

Begrenzter Wortschatz

Eltern beklagen teils erhebliche Mängel bei Pädagogen mit nicht-deutscher Muttersprache. Eine Mutter berichtet anonym, dass Kinder besser Deutsch sprechen als die Freizeitpädagogen. Diese könnten aufgrund des begrenzten Wortschatzes bestimmte Regeln nicht erklären.

Die BiM verteidigt die Anstellung von Pädagogen mit nicht-deutscher Muttersprache als kulturelle Brücken für Kinder mit internationalen Biografien. Qualifikationen werden formal überprüft, doch ein Nachweis über Deutschkenntnisse ist nicht erforderlich.

Sprachkurse für Pädagogen

Die BiM betont, dass sie Maßnahmen ergreift, wenn sprachliche Mängel sichtbar werden. Sprachkurse werden angeboten, und im Ernstfall kann das Dienstverhältnis beendet werden. Pädagogen aus dem Ausland werden nicht aufgrund von Personalknappheit, sondern im Interesse der Diversität der Kinder eingestellt.

30 Prozent andere Muttersprache

Laut dem Büro des Wiener Vizebürgermeisters haben die meisten Freizeitpädagogen Deutsch als Erstsprache oder vergleichbare Kenntnisse. Eine interne Umfrage ergab, dass 30 Prozent eine andere Muttersprache haben, wobei die Mehrheit in Österreich geboren oder durch das Schulsystem gegangen ist.

Vorwürfe hinsichtlich Personalknappheit werden dementiert, und alle Dienstposten seien besetzt. Eine Mutter sieht den Betreuungsschlüssel kritisch, da ein Freizeitpädagoge auf 21 Kinder kommt. Dies reiche nicht aus und biete lediglich eine bessere Beaufsichtigung statt einer adäquaten Betreuung.

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KO KOSMO-Redaktion
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