In Wien kam es zu einem Vorfall, der für Diskussionen sorgte, weil eine Mutter mit ihrem weinenden Kleinkind von einem Busfahrer der Linie 13A des öffentlichen Verkehrs zum Aussteigen aufgefordert wurde. Der Fahrer begründete sein Vorgehen damit, dass der Lärm des Kindes seine Konzentration beim Fahren beeinträchtige.

Ungewöhnliche Maßnahme im öffentlichen Verkehr
Die Mutter mit ihrem Kind bestieg den gut besuchten 13A-Bus an der Haltestelle Alser Straße. Das weinende und schreiende Kind erregte sofort die Aufmerksamkeit und führte zu Unruhe unter den Fahrgästen. Nach drei weiteren Haltestellen forderte der Busfahrer die Frau auf, den Bus zu verlassen, was bei den Fahrgästen für Verwunderung und teilweise Bestürzung sorgte, wie „Die Presse“ berichtet.
Reaktion der Wiener Linien
Trotz der Kritik von Passagieren hielt der Busfahrer an seiner Entscheidung fest, und die Mutter verließ mit ihrem Kind den Bus. Woraufhin die Fahrt fortgesetzt wurde. Die Wiener Linien haben eine Überprüfung des Vorfalls angekündigt. Zwar haben Busfahrer das Recht, bei Beeinträchtigungen der Fahrtordnung Passagiere auszuschließen, doch betonen die Verkehrsbetriebe die Wichtigkeit der Verhältnismäßigkeit in solchen Fällen.