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Marktkontrolle

Wiener Christkindlmärkte: 911 Stände unter polizeilicher Beobachtung

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Symbolbild FOTO: iStock

Qualitätsoffensive auf Wiens Weihnachtsmärkten: Während acht neue Standorte öffnen, ziehen Kontrollteams durch die festlichen Gassen und nehmen Punsch, Preise und Allergenkennzeichnung ins Visier.

Die Weihnachtsmarktsaison in Wien hat offiziell begonnen. Nach den bereits geöffneten Märkten in Wien-Hietzing und am Stephansplatz folgen heute acht weitere Standorte – allen voran der traditionelle Christkindlmarkt am Rathausplatz. Das Marktamt führt dabei intensive Qualitätskontrollen durch: In der vergangenen Woche wurden mehr als 160 unangekündigte Überprüfungen vorgenommen. Die Kontrollteams, bestehend aus zwei bis fünf Personen, inspizieren mehrere Stände gleichzeitig, um Vorwarnungen zu verhindern.

Im Fokus stehen dabei Preisauszeichnungen, Hygienebedingungen, die Qualität der Heißgetränke sowie die vorschriftsmäßige Kennzeichnung von Allergenen und alkoholfreien Getränken für Jugendliche. Die Ergebnisse der bisherigen Kontrollen fallen moderat aus: Es wurden zwar 15 Verwarnungen ausgesprochen, jedoch keine einzige Anzeige erstattet. Die Beanstandungen betrafen hauptsächlich unzureichende Allergeninformationen oder mangelhaft gekennzeichnete alkoholfreie Getränke für junge Besucher.

Die Qualitätsprüfung der Getränke erfolgt nicht vor Ort – stattdessen werden Proben zur detaillierten Analyse an die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) weitergeleitet. Bei schwerwiegenden Verstößen würde ein Stand umgehend geschlossen werden – ein Fall, der in den vergangenen 25 Jahren allerdings nicht eingetreten ist, was für die hohen Standards der Wiener Weihnachtsmärkte spricht.

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Märkte-Eröffnungen

Ab heute empfangen gleich acht weitere Märkte ihre Besucher, darunter die beliebten Standorte am Rathausplatz, Am Hof, am Spittelberg, beim Belvedere und auf dem Campus der Universität Wien. Mit der Eröffnung des Kunstadventmarkts vor der Karlskirche am 21. November ist die Saison dann vollständig. In diesem Jahr umfasst das Angebot insgesamt 14 Christkindlmärkte mit 911 Ständen – eine außergewöhnlich hohe Zahl.

Zwei etablierte Märkte pausieren allerdings in dieser Saison: Im MuseumsQuartier finden aufgrund von Begrünungsarbeiten und Umbaumaßnahmen im Haupthof keine Veranstaltungen statt. Auch der Markt am Maria-Theresien-Platz entfällt wegen der Errichtung barrierefreier Zugänge zu den Museen.

Besondere Alternativen

Dennoch gibt es Alternativen: Auf dem Vorplatz des MuseumsQuartiers werden Punschstände aufgebaut, und ab Samstag kann dort sogar Eisstock geschossen werden. Der Adventmarkt im Palais Liechtenstein findet ebenfalls nicht mehr statt – der Veranstalter führt wirtschaftliche Gründe für die Absage an.

Neben den klassischen Weihnachtsmärkten erweitern zusätzliche Veranstaltungen das festliche Angebot: Der Wintermarkt am Riesenradplatz startet am 21. November, der Winterzauber lockt in den Böhmischen Prater, und als Neuheit präsentiert sich ein “All you can Eat & Drink”-Weihnachtsmarkt auf der Prater Hauptallee.

Das Spektrum der Wiener Adventmärkte reicht damit von traditionellen Angeboten bis hin zu ungewöhnlichen Konzepten.