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#AJWARS

Woher kommt der Ajvar wirklich?

Das serbische Markenzeichen
Im Frühjahr 2012 gelang Serbien im Hinblick auf die ewige Streitfrage ein Meisterstreich: Der „Leskovacki domaci ajva“ (Hausgemachter Ajvar aus Leskovac) erhielt das Zertifikat der „Weltorganisation für geistiges Eigentum“, welches in 28 Ländern der Welt gilt. Das bedeutet: Niemand außer der Vereinigung der Hersteller „Leskovacki ajvar“ aus Leskovac darf Ajvar unter diesem Namen verkaufen.

Aber was unterscheidet den Ajvar aus Leskovac von den anderen? 
Laut Meinung der Experten sind es die spezifische Farbe, Geschmack und Geruch. „Leskovacki domaci ajva“ wird ausschließlich aus einer autochthonen, roten Paprikasorte hergestellt, im Unterschied zu einigen anderen Regionen des Balkans, wo zu den Zutaten auch Tomaten und Melanzani gehören. Doch nicht nur die Paprika selbst ist wichtig: Wird Ajvar industriell hergestellt, wird die Paprika eher gekocht anstatt geröstet. Aber gerade diese manuelle Arbeit im Kleinstbetrieb und das Rösten auf eisernen Platten alter, traditioneller Kohle- und Holzherde machen die Rezeptur des Ajvar aus dieser Gegend so einzigartig.

Sicher ist also, dass der Ajvar aus Leskovac zumindest einen geschützten Status hat, der den Paprika-Aufstrich aus dieser Region einzigartig macht. Ob das jedoch Serbien auch zum Herkunftsland des Ajvars macht, ist damit nicht gesagt. Eines ist jedoch sicher: Egal ob aus Nordmazedonien, Serbien, oder doch aus einem anderen Balkanland, wird können die Ajvar-Zeit nicht mehr erwarten!

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