Hernals wird im Sommer 2026 ein Wiener Bezirk ohne eigenes Schwimmbad – und das gleich aus zwei Gründen.
📍 Ort des Geschehens
Die Bewohnerinnen und Bewohner von Wien-Hernals müssen sich im Sommer 2026 auf eine ungewöhnliche Situation einstellen: Im 17. Wiener Gemeindebezirk wird es keine einzige lokale Bademöglichkeit geben. Der Grund dafür ist die bevorstehende Schließung des Jörgerbades, das ab dem 6. Juli 2026 für umfangreiche Sanierungsarbeiten außer Betrieb genommen wird.
Die Stadt Wien hat klargestellt, dass zahlreiche Anlagenteile dringend erneuert werden müssen, um den langfristigen Betrieb des Bades zu gewährleisten. Das 1914 im Heimatstil errichtete Jörgerbad benötigt unter anderem die Erneuerung der Badewassertechnik, der Lüftungsanlage sowie der Sanitäreinrichtungen.
Doppelte Schließung
Besonders aufwendig gestalten sich dabei die Arbeiten an der Schwimmhalle: Sowohl die Holzschalung der Decke als auch die gesamte Dachkonstruktion müssen grundlegend saniert werden. „Im Jörgerbad gibt es ab 6. Juli 2026 daher keinen Badebetrieb mehr“, betont die Magistratsstelle gegenüber „Mein Bezirk“. Bezirksvorsteher Peter Jagsch (SPÖ) erklärt, dass dies notwendig sei, damit der Standort für die Hernalserinnen und Hernalser langfristig erhalten bleibt.
Erschwerend kommt hinzu, dass auch das Bad Neuwaldegg nach wie vor geschlossen bleibt. Bereits seit dem vergangenen Jahr wird nach einem neuen Betreiber gesucht. Marcus Korn von der Gutsverwaltung Dornbach betont, man wolle angesichts der langen Geschichte des Bades keine voreiligen Entscheidungen treffen.
Derzeit befinde man sich jedoch in „vertiefenden Gesprächen mit mehreren Interessenten“. Korn zeigt sich vorsichtig zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr eine Zusammenarbeit zustande kommen könnte. Ob das Bad bereits 2027 wieder öffnen kann, hängt letztlich davon ab, wie rasch nach einer Vertragsunterzeichnung die erforderlichen Renovierungsarbeiten abgeschlossen werden können.
Alternativen in Nachbarbezirken
Für die Hernalserinnen und Hernalser bedeutet die Kombination dieser beiden Schließungen, dass sie den gesamten Sommer über im eigenen Bezirk kein Schwimmbad aufsuchen können. Wer nicht auf eine Abkühlung im Wasser verzichten möchte, muss in die Nachbarbezirke ausweichen.
Das Kongressbad sowie das Schafbergbad sind regulär geöffnet und stehen als nächstgelegene Alternativen zur Verfügung.