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Nach Swift-Terrorplänen: ESC-Securitys unter der Lupe

Nach Swift-Terrorplänen: ESC-Securitys unter der Lupe
FOTO: ORF/Christian Öser
3 Min. Lesezeit |

Bereits ab Sonntag, dem 10. Mai, beginnt in Wien die Woche des Eurovision Song Contest – und damit auch einer der größten Sicherheitseinsätze, die die Stadt in jüngerer Zeit erlebt hat. Täglich werden rund 500 Beamte im Einsatz stehen, um die zahlreichen ESC-Veranstaltungen abzusichern. Die Wiener Stadthalle wird dabei zu einer Hochsicherheitszone ausgebaut, deren Sicherheitsniveau mit dem eines internationalen Flughafens vergleichbar ist.

Rund um die zentralen Veranstaltungsorte – Wiener Stadthalle, Rathausplatz und Prater – wird eine eigene Sicherheitszone errichtet. Innerhalb eines Radius von 1,5 Kilometern gilt ein striktes Drohnenflugverbot, das auch Geräte unter 250 Gramm umfasst.

Latente Gefährdungslage

Die Terrorwarnstufe in Österreich verbleibt auf dem zweithöchsten Niveau. Vizepolizeipräsident Dieter Csefan erläuterte am Dienstag, dem 5. Mai: „Es gibt eine latente Gefahr für Anschläge, aber keine konkreten Hinweise.“ Gleichzeitig kündigte er Platzverbote an. Auch mit Protestaktionen wird gerechnet, insbesondere aus dem pro-palästinensischen Milieu.

Sämtliche Personen, die in irgendeiner Form mit dem Song Contest in Verbindung stehen, werden einer eingehenden Überprüfung unterzogen – darunter auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen. „Dafür müssen rund 16.000 Personen überprüft werden, die in irgendeiner Weise mit dem Song Contest in Verbindung stehen“, so Csefan. „Es gab bereits Warnmeldungen.“ Diese seien an den Veranstalter weitergeleitet worden.

Ob eine betroffene Person weiterhin beschäftigt werde, liege letztlich beim Veranstalter, erklärte Csefan – etwa bei Vorstrafen oder politischen Aktivitäten. Wer hingegen Anzeichen einer Radikalisierung zeige, werde grundsätzlich nicht eingesetzt.

Die Behörden ziehen dabei Lehren aus dem glücklicherweise vereitelten Anschlagsplan auf die Taylor-Swift-Konzerte im Jahr 2024. Ein radikaler Islamist – sein Prozess läuft derzeit – hatte damals ein Attentat auf die Auftritte des US-Superstars geplant. Ein Vertrauter des Mannes hatte sich zuvor bei einer Sicherheitsfirma im Stadion eingeschleust.

Umfassendes Sicherheitskonzept

Für die Veranstaltungsorte Wiener Stadthalle und Rathausplatz gilt während der ESC-Events eine strikte No-Bag-Policy – auch kleinste Taschen wie Bauch- oder Handtaschen sind nicht gestattet. Das Sicherheitskonzept sieht neben dem regulären Polizeidienst auch den Einsatz von Kriminaldienst, Staatsschutz sowie Spezialeinheiten wie WEGA und Drohnenabwehr vor. Der Schutz der Delegationen obliegt der Cobra.

Länder mit erhöhtem Gefährdungspotenzial, wie etwa Israel, reisen zusätzlich mit eigenem Sicherheitspersonal an. Rund um die Wiener Stadthalle werden täglich etwa 500 Sicherheitskräfte präsent sein – sowohl in Uniform als auch in Zivil. Unterstützung kommt dabei auch von Beamten aus anderen Bundesländern.

Der polizeiliche Einsatzstab ist durchgehend besetzt.

Zum Einsatz bei ESC-Veranstaltungen zugelassen sind ausschließlich Sicherheitskräfte, die zuvor erfolgreich überprüft wurden.

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KO KOSMO-Redaktion
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