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Rathausplatz wird zur Festung: So scharf sind die ESC-Regeln

Rathausplatz wird zur Festung: So scharf sind die ESC-Regeln
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Wien rüstet sich für den größten Musikevent der Welt – und setzt dabei auf Sicherheitsstandards, die kaum strenger sein könnten.

Im Mai 2026 verwandelt sich der Wiener Rathausplatz für acht Tage in das Zentrum des Eurovision Song Contest: Das Eurovision Village öffnet dort als offizielle Fan-Arena seine Tore – bei freiem Eintritt für Wienerinnen und Wiener ebenso wie für internationale Besucherinnen und Besucher, die gemeinsam die weltweit größte Musikshow erleben wollen.

Für einen reibungslosen und sicheren Ablauf sorgt eine gemeinsame Einsatz- und Sicherheitszentrale, in der die Stadt Wien Marketing als Veranstalterin, Behörden, Blaulichtorganisationen und der veranstaltereigene Sicherheitsdienst eng zusammenarbeiten. Die Sicherheitsplanung läuft seit Monaten, wird kontinuierlich weiterentwickelt und in ständiger Abstimmung mit Polizei und zuständigen Behörden angepasst. Das gesamte Gelände steht unter Videoüberwachung, Sicherheitspersonal und Polizei sind dauerhaft präsent.

Sicherheit & Einlass

Alle Mitarbeitenden werden polizeilich überprüft und in sicherheitsrelevanten Maßnahmen geschult. Sämtliche Zugänge sind baulich gesichert. Das Gelände ist ausschließlich über ausgeschilderte Eingänge zugänglich.

Je zwei Zugänge befinden sich entlang des Universitätsrings – auf Höhe der verlängerten Stadiongasse sowie der Grillparzerstraße – und direkt am Rathausplatz im Bereich Stadiongasse/Lichtenfelsgasse sowie Grillparzerstraße/Felderstraße. Ein barrierefreier Eingang ist an der Kreuzung Rathausplatz/Lichtenfelsgasse eingerichtet. An den Veranstaltungstagen werden der Rathausplatz und der Rathauspark weiträumig abgesperrt.

Die Einlasskontrollen orientieren sich an flughafenähnlichen Standards: Taschen müssen geöffnet vorgezeigt und kontrolliert werden, Besucherinnen und Besucher werden zusätzlich mit Handscannern abgetastet. Zulässige Taschen dürfen dabei nicht größer als das Format A4 beziehungsweise A6 sein. Von Montag, dem 11. Mai, bis Freitag, dem 15. Mai, sowie am Sonntag, dem 17. Mai, sind Taschen bis maximal A4-Format erlaubt.

Für die Opening Ceremony am 10. Mai und das ESC-Finale am 16. Mai gilt eine strikte No-Bag-Policy: Taschen, Rucksäcke und sonstige Behältnisse sind an diesen beiden Tagen nicht gestattet. Mitgenommen werden darf ausschließlich, was in einer Hosentasche Platz findet – einzige Ausnahme bilden transparente Behältnisse bis maximal A6-Format.

Aus Sicherheitsgründen ist eine Reihe von Gegenständen auf dem Gelände nicht erlaubt. Verboten sind unter anderem: Taschen und Rucksäcke, die das jeweils gültige Maximalformat überschreiten, sowie sonstige sperrige Gegenstände; Waffen jeder Art sowie potenziell gefährliche oder als Wurfgeschoss geeignete Gegenstände; Glasbehälter, Flaschen, Dosen, Kanister, Hartverpackungen sowie zerbrechliche Materialien; pyrotechnische Gegenstände wie Feuerwerkskörper, Rauchbomben oder bengalische Feuer; mechanische oder elektrische Lärminstrumente wie Megafone, Laserpointer, Trillerpfeifen oder Gas-Tröten; Pfeffersprays und Tränensprays sowie Fahrräder und vergleichbare Fortbewegungsmittel wie Scooter, Skateboards, Inline-Skates oder Segways.

Alkoholfreie Getränke dürfen ausschließlich in bruch- und splitterfreien, bereits geöffneten Behältnissen mit einem Fassungsvermögen von höchstens 0,5 Litern mitgebracht werden; Schraubverschlüsse werden an den Eingängen entfernt. Alkoholische Getränke sind generell nicht erlaubt. Kinderwägen dürfen grundsätzlich mitgenommen werden, ausgenommen in sehr engen Menschenmengen.

Der Kernbereich rund um Rathausplatz und Rathauspark fasst maximal 15.000 Personen. An den Tagen der Opening Ceremony und der drei Live-Shows – am 10., 12., 14. und 16. Mai – wird der Universitätsring entlang des Rathausplatzes ab 12 Uhr gesperrt. Die Opening Ceremony können insgesamt rund 10.000 Fans verfolgen; an den Tagen mit Live-Übertragungen steigt die Kapazität auf bis zu 30.000 Besucherinnen und Besucher. Die Straßenbahnlinien D, 1 und 71 werden an diesen vier Tagen umgeleitet oder kurzgeführt.

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KO KOSMO-Redaktion
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