Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Strafverfahren

Zwei Jahre Terror: Nachbar entblößte sich regelmäßig vor junger Frau

Zwei Jahre Terror: Nachbar entblößte sich regelmäßig vor junger Frau
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Nächtliche Taschenlampen-Attacken, obszöne Handlungen und ein Zaun, der keine Grenze mehr war – in Kroatien eskalierte ein verstörendes Nachbarschaftsdrama.

Ein 50-jähriger Mann aus Vrbovec (kroatische Stadt bei Zagreb) muss sich vor der Staatsanwaltschaft Zagreb verantworten. Der arbeitslose S. B. soll seine Nachbarin A. F. über einen Zeitraum von fast zwei Jahren sexuell belästigt haben. Die Vorwürfe wiegen schwer: Regelmäßig soll er sich entblößt und vor den Augen der jungen Frau masturbiert haben.

Die Anklageschrift zeichnet ein verstörendes Bild. Zwei- bis dreimal wöchentlich beobachtete der Mann offenbar gezielt die Bewegungen seiner Nachbarin. Sobald sie ihr Grundstück betrat oder verließ, entkleidete er sich und begann, sich selbst zu befriedigen. Besonders perfide: In den Nachtstunden beleuchtete er sein Geschlechtsteil mit der Handytaschenlampe, um sicherzustellen, dass die Frau seine Handlungen wahrnehmen konnte. Zudem leuchtete er wiederholt in ihr Fenster.

⇢ Busfahrer ignoriert Hilferuf: Mann entblößt und befriedigt sich neben Frau

Gewaltsame Eskalation

Der Konflikt eskalierte, als der 50-Jährige eines Tages den gemeinsamen Zaun überwand und unaufgefordert den Hof der Geschädigten betrat. Mit der Taschenlampe in der einen und seinem Geschlechtsteil in der anderen Hand, leuchtete er in ihr Fenster. Als A. F. ihn bemerkte, flüchtete er zurück auf sein Grundstück. Bei der anschließenden Konfrontation soll die Frau sein T-Shirt zerrissen haben, woraufhin er ihr einen Faustschlag auf die Nase versetzte, der zu einem Bruch führte.

Der Beschuldigte weist sämtliche Anschuldigungen zurück und präsentiert eine alternative Darstellung der Ereignisse. Er behauptet, lediglich eine urinierende Katze mit seiner Taschenlampe verfolgt zu haben. Das Tier sei über den Zaun gesprungen, woraufhin A. F., ihr Freund und zwei weitere Personen erschienen seien. Die junge Frau habe ihm gedroht und sein T-Shirt zerrissen, während er selbst keine Gewalt angewendet habe.

Zeugenaussagen

Die Staatsanwaltschaft Zagreb schenkt jedoch den Aussagen von A. F. und weiteren Zeugen Glauben. Diese bestätigten, dass die Belästigungen über zwei Jahre andauerten. Besonders erschütternd ist die Aussage der Großmutter des Opfers: Anfangs habe sie den Schilderungen ihrer Enkelin keinen Glauben geschenkt – bis sie selbst Zeugin des obszönen Verhaltens wurde und vor Schock in Tränen ausbrach.

⇢ Neues Gesetz: Bis zu sechs Monate Haft für Dickpics

Die Staatsanwaltschaft Zagreb fordert nun eine bedingte Haftstrafe von zehn Monaten mit einer dreijährigen Bewährungszeit für den Angeklagten. Zudem soll er die Verfahrenskosten in Höhe von 150 Euro tragen.

Da ein Strafbefehl beantragt wurde, könnte dem Beschuldigten eine Gerichtsverhandlung erspart bleiben – vorausgesetzt, er akzeptiert das vorgeschlagene Strafmaß.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen