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Entscheidung

1.250 Gemeindewohnungen werden verkauft – Mieter bangen

1.250 Gemeindewohnungen werden verkauft – Mieter bangen
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2 Min. Lesezeit |

Wiener Neustadt verkauft seinen kommunalen Wohnungsbestand – ein Schritt mit weitreichenden Folgen für Tausende Mieter.

Die Stadt Wiener Neustadt steht kurz davor, einen Großteil ihres kommunalen Wohnungsbestandes abzugeben. Nachdem bereits 115 der insgesamt mehr als 2.250 Gemeindewohnungen veräußert wurden, sollen bis Anfang September weitere rund 1.250 Mieteinheiten an drei gemeinnützige Immobilienunternehmen übergehen. Der genaue Kaufpreis wird vertraulich behandelt; das Gesamtvolumen der Transaktion soll im Herbst öffentlich gemacht werden. Für die bestehenden Mieterinnen und Mieter ändert sich vertraglich nichts.

Hintergrund der Entscheidung

Den Ausgangspunkt für diese weitreichende Neuordnung des kommunalen Wohnbaus bildet eine Entscheidung, die die Stadt bereits im Oktober 2025 getroffen hat. Ausschlaggebend waren hohe Leerstandsquoten sowie anhaltende finanzielle Belastungen. Laut Stadt Wiener Neustadt standen im Rahmen der Neuordnung im Jahr 2025 rund 500 Wohnungen leer, was einer Leerstandsquote von etwa 22 Prozent entspricht. Ab dem Jahr 2027 sollen durch den Verkauf jährliche Einsparungen von rund 2,5 Millionen Euro erzielt werden. Ein Viertel des Gesamtbestandes, konkret 610 Mieteinheiten, verbleibt dauerhaft im städtischen Eigentum.

Politischer Widerstand

Im Gemeinderat verlief die Entscheidung alles andere als reibungslos. SPÖ und FPÖ stellten sich gegen das Vorhaben, konnten sich jedoch gegenüber der Mehrheit nicht durchsetzen. Die Grünen übten ebenfalls scharfe Kritik und sprachen sich dafür aus, den Bestand zu erhalten und zu modernisieren, anstatt ihn zu verkaufen.

Für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Wiener Neustadt, darunter auch Menschen mit Migrationshintergrund, ist der Zugang zu leistbarem Wohnraum eine Frage von zentraler Bedeutung.

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KO KOSMO-Redaktion
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