Ein tonnenschweres chinesisches Raketenteil rast unkontrolliert auf die Erde zu. Der mögliche Einschlagbereich umfasst auch Europa – und die Zeit wird knapp.
Das europäische Weltraumüberwachungssystem EU SST verfolgt derzeit aufmerksam ein herabstürzendes chinesisches Raketenteil. Bei dem Objekt mit der Bezeichnung ZQ-2 R/B handelt es sich um ein massives Fragment einer chinesischen Trägerrakete mit einem Gewicht von 11 Tonnen und einer Länge von etwa 12 bis 13 Metern. Seit dem 3. Dezember befindet sich das Raketenteil in einem nicht mehr steuerbaren Abstieg zur Erde. Experten prognostizieren den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre für heute um 12.20 Uhr mitteleuropäischer Zeit, wobei diese Schätzung noch um bis zu eine Stunde abweichen kann.
Mögliche Einschlagzonen
Der mögliche Aufschlagbereich erstreckt sich zwischen dem 57. Grad nördlicher und südlicher Breite – eine Zone, die weite Teile des Globus umfasst. Obwohl hauptsächlich Ozeane und unbewohnte Regionen in diesem Gürtel liegen, zeigen aktuelle Grafiken laut dem Nachrichtenportal 20 Minuten, dass auch Europa im potenziellen Einschlaggebiet liegt. Das italienische Operationszentrum arbeitet intensiv daran, sowohl den Zeitpunkt als auch den Ort des Wiedereintritts genauer einzugrenzen.
Präzise Vorhersagen
Die fehlende Steuerbarkeit des Objekts erschwert jedoch präzise Vorhersagen erheblich. Mit zunehmender zeitlicher Nähe zum Ereignis werden die Prognosen allerdings verlässlicher.
Nach Angaben von 20 Minuten besteht für Europa derzeit noch keine Entwarnung bezüglich des herabstürzenden Raketenteils.