15 Jahre, 152 Dateien – und als Erklärung nur ein einziges Wort. Ein Vorarlberger steht vor Gericht.
Ein 55-jähriger Mann aus dem Vorarlberger Unterland hat über einen Zeitraum von 15 Jahren kinderpornografisches Bildmaterial gesammelt und sich dabei insgesamt 152 Dateien mit Darstellungen minderjähriger Mädchen und Burschen angelegt. Als Auslöser nannte er gegenüber dem Gericht schlicht Langeweile: Zunächst habe er entsprechende Bilder nur betrachtet, später aktiv gesucht und schließlich begonnen, sie zu archivieren. Der Grund, den er für sein Verhalten angab, sorgte im Gerichtssaal für Aufsehen.
Vollständiges Geständnis
In der Verhandlung legte der Angeklagte ein vollständiges Geständnis ab und bekannte sich in allen Punkten schuldig. Sein Verteidiger erklärte, die gerichtliche Aufarbeitung sei für seinen Mandanten eine Erleichterung gewesen. Bei einer Hausdurchsuchung übergab er den Ermittlern freiwillig eine Speicherkarte mit dem inkriminierten Material, wie das Portal Vorarlberg Online berichtet.
Urteil rechtskräftig
Das Gericht verurteilte den 55-Jährigen wegen des Besitzes von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial sowie bildlicher sexualbezogener Darstellungen minderjähriger Personen. Die Strafe umfasst eine bedingte Freiheitsstrafe von acht Monaten sowie eine Geldstrafe in Höhe von 9.120 Euro, aufgeteilt in 240 Tagessätze zu je 38 Euro. Die Richterin wertete das Geständnis und die bisherige Unbescholtenheit des Mannes als mildernde Umstände, während der außergewöhnlich lange Tatzeitraum und die hohe Anzahl der Dateien erschwerend ins Gewicht fielen.
Das Urteil ist rechtskräftig.