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"FÜNFHAUS-FONDS"

150.000 Euro Spenden von RAF Camora spurlos verschwunden

(FOTO: Wikimedia Commons/Stefan Brending, Creative Commons CC-BY-SA-3.0 de)

Rapper RAF Camora wollte seinem Wiener Heimatbezirk Rudolfsheim-Fünfhaus 150.000 Euro für Jugend-Projekte spenden. Doch das Geld sei laut den Grünen nie angekommen.

RAF Camora, gebürtig Raphael Ragucci, wurde in der Schweiz geboren. Doch der Star-Rapper und Multi-Millionär wird in seinen Songs nie müde zu betonen, wo er aufgewachsen ist – nämlich in den Straßen von Rudolfsheim-Fünfhaus, oder wie er es gerne nennt: „West-Wien“. Aus diesem Grund verkündete RAF auch Anfang letzten Jahres auf seinem Instagram-Account, dass er seinem Heimatbezirk „150.000 Euro für die Förderung Wiens in Sachen Musik, Kunst und Sport zur Verfügung stellen“ werde. Das Geld für die Jugendlichen sollte im sogenannten „Fünfhaus-Fonds“ landen – doch scheinbar ist das Geld bisher nicht aufgetaucht, wie die „Krone“ berichtet.

Ernstgemeinte Spende oder PR-Gag?
Die Grünen im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus haben dieses Posting jedenfalls nicht vergessen und sind laut eigener Aussage aktuell auf der „Suche“ nach der großzügigen Spende. „Bisher scheint noch nichts im Bezirk angekommen zu sein. Auch Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal (SPÖ) weiß von keiner einzigen Einrichtung, die in den Genuss der Spende gekommen ist“, sagt der grüne Bezirksvorsteher-Stellvertreter Haroun Moalla.

Die angekündigte Summe würde die Hälfte des Kulturbudgets des Bezirks ausmachen, welche die Stadt zur Verfügung stellt. Nicht zuletzt deswegen hofft Moalla, dass diese Ankündigung nicht nur ein PR-Gag von RAF war: „Wir hoffen, es handelt sich bei dem Angebot nicht um einen Marketingschmäh, um mit Hilfe unseres Bezirks sein Straßenimage aufzuwerten.“

RAF-Management spricht von „Missverständnis“
Gegenüber der „Krone“ äußerte sich das Management von RAF Camora zu den Anschuldigungen der Bezirksgrünen: „Das muss ein Missverständnis sein.“ Man würde bereits seit Sommer mit dem Verein „Zeitraum“ im 15. Bezirk Projekte ausarbeiten, heißt es weiter vom Management. „Es geht nicht nur darum, Geld zu spenden. Daraus soll im Bereich Musik und Kultur Sinnvolles für viele Jugendliche entstehen. Es ist auf keinen Fall ein Marketingschmäh. Solche Anschuldigungen machen diese guten Projekte runter.“

Quellen und Links:

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