Im ersten Halbjahr 2024 wurden 196,5 Millionen Euro an öffentlicher Werbung gemeldet. Dies übertrifft die gesamten Ausgaben des Vorjahres deutlich.

Im ersten Halbjahr 2024 wurden mehr als doppelt so hohe Werbesummen öffentlicher Stellen gemeldet, wie “Der Standard” am Dienstag berichtet. Mit 196,5 Millionen Euro übertrafen die Ausgaben die 78 Millionen Euro aus dem Vorjahreszeitraum erheblich. Diese Zahlen zeigen, dass die Änderungen im Medientransparenzgesetz einen spürbaren Einfluss auf die Meldung von Werbebuchungen haben. Die Medienbehörde veröffentlichte die aktuellen Daten am Dienstag.
50 Prozent mehr
Die 196,5 Millionen Euro übersteigen sogar die gesamten Werbeausgaben des gesamten Jahres 2023 von etwa 193 Millionen Euro. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023, das typischerweise werbestärker ist, sind dies etwa 50 Prozent mehr.
Insgesamt meldeten 1465 öffentliche Stellen und Unternehmen (Ministerien, Länder, öffentliche Firmen) ihre Werbemaßnahmen. Das sind dreimal so viele Stellen wie in der Vergangenheit. Die Medienbehörde dokumentierte 74.400 Werbe- und Informationsschaltungen, die in diesem Zeitraum gebucht wurden. Diese massive Steigerung ist ein deutlicher Hinweis auf die zunehmende Transparenz im Bereich öffentlicher Werbung.
Meldepflicht
Ein zentraler Faktor für die höheren Meldungen sind die neuen Regelungen, die zu Beginn des Jahres in Kraft traten. Ausnahmen von der Meldepflicht wurden gestrichen, was die Zahlen maßgeblich beeinflusste. Ab sofort müssen öffentliche Stellen auch Buchungen unter der Bagatellgrenze von 5000 Euro pro Medium und Quartal melden.
Darüber hinaus müssen öffentliche Stellen Werbemaßnahmen in nichtperiodischen Medien ebenfalls melden. Früher konnten Sonderpublikationen, die selten herausgegeben wurden, leicht umgangen werden. Auch Außenwerbung, wie beispielsweise Plakatwerbung, fällt nun unter die Meldepflicht. Diese Änderungen sorgen für mehr Transparenz und Kontrolle im Bereich der öffentlichen Werbung.
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