Ab Juli winkt ein finanzieller Anreiz für Haus- und Wohnungseigentümer: Die Regierung plant die Einführung eines sogenannten „Handwerkerbonus“. Dieser sieht vor, bis zu 2.000 Euro für bestimmte Handwerksarbeiten zurückzuerstatten. Der Bonus ist Teil eines umfassenden „Baupakets“, das die Baukonjunktur ankurbeln und erschwinglichen Wohnraum schaffen soll.

Bedingungen
Die neue Förderung, die am Mittwoch im Nationalrat vorgestellt wird, zielt auf die Lohnkosten für Handwerksarbeiten bei Umbau und Neubau ab. Die Rechnungen für solche Arbeiten müssen dabei einen Betrag von mindestens 500 Euro erreichen, wobei der Höchstbetrag bei 10.000 Euro liegt. 20 Prozent des Rechnungsbetrags fließen als Bonus zurück, sodass insgesamt bis zu 2.000 Euro eingespart werden können.
Die Antragstellung für den Handwerkerbonus wird ab Juli möglich sein. Interessant dabei ist: Der Bonus gilt rückwirkend. Das bedeutet, Rechnungen für Handwerksarbeiten, die ab dem 1. März 2024 ausgestellt wurden, können nachträglich geltend gemacht werden.
Finanzminister Magnus Brunner erklärte die Absicht hinter dem Baupaket: „Neben der Unterstützung der Baukonjunktur soll damit mehr und erschwinglicher Wohnraum geschaffen werden.“ Das Baupaket umfasst neben dem Handwerkerbonus auch die Abschaffung der Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr beim entgeltlichen Erwerb von Wohneigentum bis zu einem Wert von 500.000 Euro. Damit soll eine Entlastung von bis zu 11.500 Euro eintreten.
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Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt
Die Maßnahmen kommen in einer Zeit, in der die Eigentumsquote in Österreich mit 48 Prozent zu den niedrigsten in ganz Europa gehört. Hinzu kommen steigende Mieten, die durch regelmäßige und automatische Indexanpassungen für viele zur Belastung werden. Die Abschaffung der Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr sowie der neue Handwerkerbonus könnten dazu beitragen, die Eigentumsquote zu erhöhen und die Mietlast für viele zu mildern.
Die Regierung setzt mit dem Baupaket also ein klares Signal: Sie will den Wohnungskauf und -bau attraktiver machen und den Druck auf Mieter verringern. Ob diese Maßnahmen die gewünschten Effekte erzielen, wird die Zukunft zeigen. Bis dahin bleibt der Wohnungsmarkt ein zentrales Thema in der österreichischen Politik.
