Österreichs neues Pfandsystem sorgt für Verhaltensänderungen: Während 70 Prozent die Maßnahme befürworten, weichen viele Konsumenten gezielt auf pfandfreie Alternativen aus.
Das neue Pfandsystem für Einwegverpackungen verändert das Einkaufsverhalten der Österreicher merklich. Seit Jahresbeginn 2025 gilt die Pfandregelung für sämtliche Einwegkunststoffflaschen und Aluminium-Dosen mit einem Fassungsvermögen zwischen 0,1 und drei Litern. Verbraucher entrichten dabei 25 Cent Pfand pro Behältnis. Die Rückerstattung erfolgt bei Rückgabe unbeschädigter Gebinde mit intaktem Etikett. Ausgenommen von der Regelung sind unter anderem Getränkekartons, Milchprodukte, medizinische Erzeugnisse sowie Sirup.
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Eine aktuelle Erhebung des Marktforschungsinstituts YouGov belegt, dass zahlreiche Konsumenten inzwischen bewusst zu pfandfreien Alternativen greifen – darunter besonders Sirup. „Dass viele Konsumenten bewusst auf nicht-bepfandete Produkte ausweichen, ist ein deutliches Zeichen dafür, wie unmittelbar das neue Pfandsystem das Kaufverhalten beeinflusst“, so Getränkeexpertin Katrin Amlacher von YouGov laut Aussendung.
Hohe Akzeptanz
Trotz dieser Ausweichbewegung steht die deutliche Mehrheit der Österreicher dem Rücknahmesystem grundsätzlich positiv gegenüber. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung befürworten 70 Prozent der Befragten die Maßnahme. Etwa jeder Zweite hat bereits Pfandflaschen zurückgebracht. Als problematisch erweist sich für viele Haushalte allerdings die Zwischenlagerung der leeren Verpackungen.
Langfristige Studie
Das Meinungsforschungsinstitut führt zu diesem Thema eine dreiteilige Erhebungsreihe durch. Jeweils 1.000 Personen werden im März, Juli und Oktober befragt, um langfristige Veränderungen im Umgang mit Einwegverpackungen in Österreich zu dokumentieren.