Griechenland zieht die Notbremse gegen die Gluthitze: Bei über 40 Grad müssen Arbeiten im Freien pausieren – selbst Essenslieferanten bekommen eine Zwangspause.
Verpflichtende Arbeitspausen
Ab heute müssen in Griechenland bei Temperaturen über 40 Grad Celsius bestimmte Arbeiten zwingend unterbrochen werden. Das Arbeitsministerium hat angeordnet, dass besonders in Zentralgriechenland und auf mehreren Inseln zwischen 12:00 und 17:00 Uhr keine Tätigkeiten im Freien stattfinden dürfen. Die Regelung gilt vorläufig bis Donnerstag.
Die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahme treffen besonders Baubetriebe, Landwirtschaft und Lieferdienste, die in den betroffenen Zeiträumen erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnen. Vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Hitzetage in Griechenland mittlerweile auf bis zu 145 pro Jahr angestiegen ist, werden jedoch langfristige Anpassungsstrategien für Wirtschaft und Arbeitsmarkt immer dringlicher.
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Betroffene Berufsgruppen
Von dem Arbeitsverbot sind auch Essenslieferanten betroffen, die sonst bei sengender Hitze durch die Straßen fahren müssten. Arbeitgeber wurden zudem aufgefordert, ihren Angestellten nach Möglichkeit Homeoffice anzubieten, um Pendeln bei extremen Temperaturen zu vermeiden.
Internationale Hitzeschutzmaßnahmen
Auch Italien und Spanien haben während der aktuellen Hitzewellen ähnliche regionale Arbeitsverbote für Tätigkeiten im Freien eingeführt. In Italien gelten diese Maßnahmen je nach Region bis Ende August oder sogar bis Mitte September und werden von Gewerkschaften als wichtiger Schutz für Arbeitnehmer begrüßt. Die Einhaltung der Regelungen erweist sich in der Praxis allerdings oft als schwer kontrollierbar.
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Langfristige Maßnahmen
Die griechischen Behörden betonen, dass sie angesichts des Klimawandels langfristige Schutzmaßnahmen entwickeln. Als Vorsichtsmaßnahme wurde in diesem Sommer bereits eine Rekordzahl an Feuerwehrleuten mobilisiert, um auf mögliche Brandgefahren vorbereitet zu sein.