Ein Foto, ein Grill, aufsteigender Rauch – und plötzlich droht eine Strafe von bis zu 7.270 Euro.
Auf der Wiener Donauinsel wird auch dieses Jahr zum Grill-Mekka. Was viele dabei unterschätzen: Wildes Grillen ist keine Bagatelle. Es handelt sich um eine Verwaltungsübertretung, die mit Strafen von einigen Dutzend bis hin zu mehreren hundert Euro geahndet werden kann.
In besonders schwerwiegenden Fällen – etwa bei konkreter Brandgefahr oder einem bestehenden generellen Grillverbot – sind Bußgelder von bis zu 7.270 Euro möglich. Gerade in heißen Sommern zeigt Wien wenig Toleranz: Bei erhöhter Waldbrandgefahr wurden in der Vergangenheit bereits vollständige Grillverbote ausgesprochen.
Klare Regeln
Das Bild wirkt zunächst wie eine gewöhnliche Sommerszene: ein aufgestellter Grill, aufsteigender Rauch, brutzelndes Essen. Doch der Eindruck täuscht. Wien hat klare Vorgaben: Grillen ist auf der Donauinsel ausschließlich in eigens dafür vorgesehenen Bereichen gestattet.
Zur Orientierung: Auf der gesamten Insel stehen lediglich zwei frei zugängliche Grillzonen sowie 11 reservierbare Grillplätze zur Verfügung – an allen übrigen Stellen gilt ein striktes Grillverbot. Eine der freien Grillzonen ist die Brigittenauerbucht im 21. Bezirk an der Neuen Donau, linkes Ufer, zwischen Brigittenauer Brücke und Brigittenauer Badebucht.
Regelmäßige Kontrollen
„Das kann richtig teuer werden!“ Kontrolliert wird regelmäßig – durch Aufsichtspersonal der Stadt Wien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Magistratsabteilungen, den Ordnungsdienst sowie die Polizei. Vor allem bei schönem Wetter und hohem Besucheraufkommen wird die Präsenz der Kontrollorgane deutlich erhöht.
Offizielle Zahlen speziell zur Donauinsel veröffentlicht die Stadt nicht, eine detaillierte Statistik existiert öffentlich nicht. Fest steht jedoch: Jede Grillsaison bringt Anzeigen und Strafen mit sich. Bei Sondermaßnahmen – etwa während Hitzeperioden – wird die Kontrolldichte spürbar erhöht.
Der Hintergrund dieser Regelungen ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern schlicht Sicherheit: Ausgetrocknete Wiesen stellen ein erhebliches Brandrisiko dar, Funken können sich rasch unkontrolliert ausbreiten – hinzu kommen Probleme durch Müll, Lärm und Konflikte zwischen Besucherinnen und Besuchern.