Militäreinsatz und Diplomatie gleichzeitig: Rund um den Atomstreit mit dem Iran überschlagen sich die Ereignisse in rasantem Tempo.
Die Straße von Hormuz wird aktuell vom Iran blockiert, der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge ist nahezu zum Erliegen gekommen. Vor diesem Hintergrund hat Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben das US-Militär damit beauftragt, die Straße von Hormuz zu öffnen. „Wir beginnen jetzt mit dem Prozess der Räumung der Straße von Hormuz“, behauptet er in seinem Netzwerk Truth Social. Die USA handelten dabei als „Gefallen für Länder auf der ganzen Welt, darunter China, Japan, Südkorea, Frankreich, Deutschland und viele andere“, so Trump.
Es sei unglaublich, dass ihnen „der Mut oder der Wille fehlt, diese Arbeit selbst zu erledigen“, wütet er. Zudem erklärte der 79-Jährige, alle iranischen Minenleger seien versenkt worden. Ein Vertreter des iranischen Militärs wies unterdessen einen Bericht zurück, wonach bereits US-Schiffe die Meerenge passiert haben sollen. Zuvor hatte ein Reporter des Medienportals Axios auf X gemeldet, mehrere Schiffe der US-Marine hätten die Straße von Hormuz durchquert.
Gespräche in Islamabad
Parallel dazu hat der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif in Islamabad die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran offiziell für eröffnet erklärt. „Mit dem Beginn der Gespräche von Islamabad heute hat der Premierminister von Pakistan, Muhammad Shehbaz Sharif, ein Treffen mit Seiner Exzellenz JD Vance, dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, abgehalten“, teilte Sharifs Büro am Samstag mit. Pakistan freue sich darauf, „seine Vermittlung für beide Seiten fortzusetzen, um Fortschritte hin zu einem nachhaltigen Frieden in der Region zu erzielen“, hieß es weiter aus dem Büro des Regierungschefs.
Der US-Delegation gehören neben Vizepräsident JD Vance auch Sondergesandter Steve Witkoff sowie Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Trump, an. Die iranische Seite wird von Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf angeführt, dem auch Außenminister Abbas Aragtschi angehört.