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Abschiebungsrekord

8.800 Abschiebungen in sieben Monaten: Österreich erreicht neuen Rekord

8.800 Abschiebungen in sieben Monaten: Österreich erreicht neuen Rekord
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Rekordabschiebungen, sinkende Asylanträge, ein Afghane zurück in Kabul – Österreichs Migrationspolitik erreicht eine neue Dimension.

Ein 26-jähriger Afghane ist in dieser Woche von Wien aus über Istanbul nach Kabul abgeschoben worden. Der Mann war in Österreich mehrfach straffällig geworden und hatte insgesamt mehr als zweieinhalb Jahre in Haft verbracht. Möglich wurde die Abschiebung, nachdem der Betroffene im September 2025 von afghanischen Behördenvertretern in Wien als Staatsangehöriger identifiziert worden war.

Österreich zählt gemeinsam mit Deutschland zu den wenigen europäischen Ländern, die derzeit wieder direkte Rückführungen nach Afghanistan und Syrien durchführen. Das Innenministerium unterstreicht, dass diese Maßnahmen über ihre zahlenmäßige Dimension hinaus eine klare Botschaft vermitteln sollen: Wer gegen österreichisches Recht verstößt oder über kein Bleiberecht verfügt, hat mit einer Abschiebung zu rechnen. „Wer in Österreich straffällig wird oder kein Bleiberecht hat, muss Österreich verlassen“, heißt es aus dem Ministerium.

Rekord bei Abschiebungen

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 wurden mehr als 8.800 Personen aus Österreich abgeschoben, wobei mehr als die Hälfte dieser Rückführungen zwangsweise vollzogen werden musste. 48 Prozent der Betroffenen waren zum Zeitpunkt der Abschiebung bereits strafrechtlich verurteilt.

Innenminister Gerhard Karner ordnet diese Zahlen in den Rahmen einer bewusst harten Linie ein: „Das ist ein absoluter Rekordwert an Abschiebungen, die jemals aus Österreich stattgefunden haben und Ergebnis einer harten und konsequenten Asylpolitik.“ Die Zahlen zeigen tatsächlich eine deutliche Steigerung: Im Jahr 2023 wurden laut Innenministerium insgesamt 12.900 Personen aus Österreich abgeschoben bzw. außer Landes gebracht. Für das Jahr 2024 wurden vom Innenministerium 13.500 außer Landes gebrachte Personen genannt, während eine vom Innenministerium veröffentlichte Abschiebungsstatistik für 2025 von insgesamt 14.156 Menschen ausgeht, die Österreich im Jahr 2025 verlassen mussten. Hochgerechnet auf zwölf Monate würde der Wert von 2026 damit deutlich über dem Vorjahreswert liegen. Parallel dazu ist die Zahl neuer Asylanträge auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. Karner betont, dass dieser Kurs beibehalten werde: „Abschiebungen sind harte polizeiliche Arbeit. Dieser harte aber gerechte Weg wird konsequent fortgesetzt, um die Minuszuwanderung abzusichern.“

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KO KOSMO-Redaktion
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