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VIELFALT

9 wenig bekannte slawischen Minderheiten am Balkan (GALERIE)

4. Mijaci

Balkan-Minderheiten-4---Mijaci
(FOTO: utms.edu.mk)

Bei den Mijaken (maz. Mijaci) handelt es sich um eine Minderheit, die entlang des mazedonischen Flusses Radika leben. Diese Region ist auch als Mijačija bekannt. Mijaci waren früher vor allem Viehbauern und sind bis heute für ihre kirchliche Architektur, Holzarbeiten, Ikonenmalerei und andere Kunsthandwerke bekannt. Charakteristisch für diese Minderheit ist auch, dass sie einen spezifischen Dialekt des Mazedonischen (Galičnik dialekt) sprechen.

Bevölkerungszahl: 30,000-60,000

5. Russinen

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(FOTO: rtv.rs)

Diese slawische Minderheit lebt heute in Serbien und Kroatien und ist in beiden Ländern eine offiziell anerkannte Minderheit. Russinen werden oftmals auch zur Volksgruppe der Ruthenen zugeordnet, die ursprünglich in der Ukraine, Slowakei, Polen, Rumänen, Tschechien und Ungarn lebten. Russinen am Balkan haben ihre eigene Sprache, das Russinische, bis heute bewahrt.

Bevölkerungszahl: 16,583

6. Bosnische Polen

(FOTO: faktor.ba)

In Bosnien-Herzegowina zählen Polen zu den insgesamt 17 anerkannten Minderheiten. Sie besiedelten den Norden des Landes unter der Herrschaft der österreich-ungarischen Monarchie und brachten neue Technologien und Arbeitskraft mit sich. Bosnische Polen, die wieder in ihr Ursprungsland zurücksiedelten, nahmen jedoch auch etwas Balkanisches mit sich. Darunter vor allem Lieder, Rezepte, sowie die bosnische Sprache. Während in den 1930er Jahren rund 30.000 Polen in Bosnien lebten, so waren es während des Zweiten Weltkrieges nur noch die Hälfte. Heute soll ihre Anzahl sogar unter 1.000 Personen liegen.

Bevölkerungszahl: <1000

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