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Wahlen

Politische Wende in Nordmazedonien: Triumph der nationalistischen Opposition

Politische Wende in Nordmazedonien: Triumph der nationalistischen Opposition
(FOTO: EPA-EFE/Georgi Licovski)
2 Min. Lesezeit |

Im Schatten eines politischen Wandels hat die nationalistische Opposition in Nordmazedonien einen deutlichen Triumph errungen. Die VMRO-DPMNE hat in den jüngsten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen einen klaren Sieg davongetragen. Mit 43,1 Prozent der Stimmen sichert sich die Partei nicht weniger als 59 der 120 Sitze im nationalen Parlament, wie von der staatlichen Wahlbehörde nach fast vollständiger Auszählung verkündet wurde. Dies markiert das Ende der Regierungsperiode der Sozialdemokraten (SDSM), die das Land seit 2017 geführt haben.

Mit einer fast absoluten Mehrheit im Parlament genießt die VMRO-DPMNE nun die Freiheit, ihren Koalitionspartner nach Belieben zu wählen. Die Sozialdemokraten hingegen mussten eine schwere Niederlage hinnehmen. Sie erhielten lediglich 15,1 Prozent der Stimmen, was sich in nur 19 Parlamentssitzen niederschlägt. Dieser dramatische Verlust an Wählergunst unterstreicht die Verschiebung der politischen Präferenzen innerhalb der Bevölkerung Nordmazedoniens.

Historischer Sieg

Hristijan Mickoski, der führende Kopf der VMRO-DPMNE, könnte in Kürze zum neuen Premierminister des NATO-Mitgliedstaates ernannt werden. Die Feierlichkeiten zur Wahl spiegelten die euphorische Stimmung unter den Anhängern wider. Diese dauerten im Zentrum von Skopje bis spät in die Nacht an.

Die VMRO konnte im Wahlkampf wirksam auf die weitverbreitete Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung mit den regierenden Sozialdemokraten setzen. Viele Bürger beklagten die zunehmend ineffizienten staatlichen Institutionen. Schlechte Verwaltung und eine wirtschaftliche Misere, die zu einer massenhaften Auswanderung und einem daraus resultierenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften führte.

Einfluss auf die EU-Beitrittsverhandlungen

Die Wahl könnte auch bedeutende Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen haben, insbesondere auf die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Die VMRO hat bereits eine härtere Haltung gegenüber den Nachbarländern Griechenland und Bulgarien signalisiert, was zu Spannungen innerhalb des EU-Erweiterungsprozesses führen könnte. Dies stellt eine mögliche Hürde für die Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen dar, die bereits durch Forderungen nach verfassungsrechtlicher Anerkennung der bulgarischen Minderheit in Nordmazedonien belastet sind.

In der parallelen Präsidentenwahl setzte sich Gordana Siljanovska-Davkova als Kandidatin der VMRO gegen den Amtsinhaber Stevo Pendarovski durch und wird somit Nordmazedoniens erstes weibliches Staatsoberhaupt.

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KO KOSMO-Redaktion
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