In einer wegweisenden Pressekonferenz, flankiert von führenden Vertretern aus Wirtschaft und Industrie, präsentierte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) einen ambitionierten Masterplan, um Österreichs Zukunft zu sichern und die Wirtschaft anzukurbeln. Angesichts der Herausforderungen, die von der COVID-Pandemie bis hin zur Energiekrise reichen, stellte Nehammer eine Vision vor, die darauf abzielt, Österreich als führenden Wirtschaftsstandort innerhalb Europas zu festigen.

Im Zentrum des Wachstumsplans stehen vier zentrale Strategien, die Österreich wieder attraktiver für Leistung und Unternehmertum machen sollen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anziehung und Bindung qualifizierter Arbeitskräfte. Die Regierung strebt dazu an, den Zugang zur Rot-Weiß-Rot Karte zu vereinfachen und die Einwanderungsverfahren für Fachkräfte aus dem Westbalkan zu erleichtern.
Steuerreformen und Anreize
Weitreichende Änderungen im Steuer- und Abgabesystem sind ebenso Teil des Plans. Ziel ist es, die Vollzeitarbeit attraktiver zu machen und bei der Arbeit in der Pension Abgaben zu senken sowie Versicherungsbeiträge zu reduzieren. Überstunden sollen in Zukunft steuerfrei sein, und die Lohnnebenkosten werden schrittweise reduziert, um international konkurrenzfähig zu bleiben.
Eine weitere Säule des Plans zielt darauf ab, Österreichs Standort zukunftsfit zu machen. Ein Regulierungsstopp, die Anpassung von Fördermitteln sowie die Förderung von Kapitalmarkt und Innovationen sind hierfür vorgesehen. Insbesondere sollen die Verkehrs- und Digitalinfrastruktur ausgebaut und verbessert werden.
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Familienfreundliche Arbeitsmodelle
Um Eltern den Übergang von Teilzeit- zu Vollzeitbeschäftigung zu erleichtern, soll ein flächendeckender Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung erfolgen. Diese Maßnahme soll nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, sondern auch einen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.