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Geschlechtstests

Olympia 2024: Frau oder Mann? IOC meldet sich zu Wort

Olympia 2024: Frau oder Mann? IOC meldet sich zu Wort
(FOTO: EPA-EFE/YAHYA ARHAB)
2 Min. Lesezeit |

Angesichts der heftigen Diskussionen um die Teilnahme der Boxerinnen Imane Khelif aus Algerien und Lin Yuting aus Taiwan an den Olympischen Spielen in Paris, wegen vorausgegangener Geschlechtsüberprüfungen, ruft das Internationale Olympische Komitee (IOC) zur Besonnenheit auf. Ein offizielles Statement betonte das Recht jedes Einzelnen auf diskriminierungsfreien Sport.

Olympische Debatte um Geschlechtstests

Die beiden Athletinnen standen bereits vor den Spielen aufgrund von Geschlechtstests, die sie während der Weltmeisterschaften 2023 nicht bestanden hatten, im Zentrum einer hitzigen Debatte. Die IBA (International Boxing Association) hatte sie disqualifiziert, ohne genaue Gründe anzugeben. Das IOC (Internationales Olympisches Komitee) entschied jedoch anders und ließ beide zur Teilnahme in Paris zu. Das fachte die Diskussionen erneut an, besonders nachdem Khelif einen überzeugenden Sieg in der ersten Runde erzielte.

Kindheit von Khelif

In Imane Khelifs Heimatort Tiaret in Algerien spielte die Boxerin als Kind heimlich mit den Jungen Fußball. Ihr Vater war dagegen, dass sie als Mädchen Sport treibt. Schon damals hieß es, dass sie sich gut gegen die Jungen behaupten konnte. Als sie 2016 bei den Olympischen Spielen Boxen sah, wollte sie es selbst ausprobieren und musste dafür 10 Kilometer heimlich in den nächsten Ort reisen. Ein Tiefpunkt war ihre Disqualifikation bei der Weltmeisterschaft vor einem Jahr, kurz vor dem Goldkampf. In Paris, so äußerte sich auch das COA, soll sie „den Höhepunkt erleben und Gold holen“.

Kritik am Box-Weltverband IBA

Das IOC übt scharfe Kritik an der IBA und wirft ihr vor, „irreführende Informationen“ über Khelif und Lin verbreitet zu haben. Laut dem Olympischen Komitee wurden die Sportlerinnen „Opfer einer plötzlichen und willkürlichen Entscheidung“. Sie wurden ohne ein rechtsmäßiges Verfahren aus dem Wettbewerb genommen. Die Haltung des IOC ist klar: Änderungen der Teilnahmebedingungen während laufender Wettbewerbe seien inakzeptabel und müssten wissenschaftlich begründet sein.

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Solidarität mit Imane Khelif

Das algerische Olympische Komitee steht fest hinter Khelif und verurteilt die „auf Lügen basierenden Diffamierungsversuche“ gegen sie. Khelif, die bereits in Tokio 2021 den fünften Platz erreichte, und Lin, die in einer anderen Gewichtsklasse antritt, haben viele Jahre auf höchstem Niveau in Frauen-Wettbewerben teilgenommen. Ihre Teilnahme in Paris unterstreicht ihre beständige sportliche Leistung.

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KO KOSMO-Redaktion
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