Das kristallklare Wasser der Adria vor Dubrovnik, das kürzlich Badegäste mit Temperaturen um 30 Grad Celsius lockte, erlebte plötzlich einen Kälteeinbruch. Laut dem Staatlichen Hydrometeorologischen Institut (DHMZ) fiel die Meerestemperatur an einem Morgen auf 19,1 Grad Celsius und erholte sich am selben Tag nur auf 19,6 Grad. Diese unerwartete Entwicklung verblüffte sowohl Urlauber als auch Wissenschaftler.

Zurzeit betragen die Wassertemperaturen wieder etwa 23 Grad Celsius, doch die Wissenschaft steht immer noch vor der Frage, was diesen abrupten Temperatursturz verursacht haben könnte. Ein Forschungsteam des Ruđer Boskovic-Instituts vermutet, dass ein starkes Sturmgeschehen für die Abkühlung verantwortlich sein könnte. Es erklärt, dass bei kräftigen Stürmen ein Prozess namens Upwelling einsetzen kann, bei dem wärmeres Oberflächenwasser verdrängt wird und kälteres Wasser aus der Tiefe nachströmt.
Untersuchungen folgen noch
Ein Sturm wurde tatsächlich registriert, doch das Institut für Ozeanografie und Fischerei in Split beobachtet derzeit keine signifikanten Kaltwindphasen entlang der Küste, was die Situation weiterhin unklar macht. Das DHMZ kündigte an, die Daten gründlich zu prüfen und einen detaillierten Bericht über die Ursachen dieses Phänomens zu erstellen.
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Meeresschleim an den Küsten
Neben der Temperaturabnahme sorgt ein anderes Phänomen für Schlagzeilen: An zahlreichen Stränden entlang der Küste Kroatiens sowie in Italien und Slowenien wurde eine ungewöhnliche Ansammlung von schleimigem Schaum beobachtet. Dieser sogenannte „Meeresrotz“ ist zwar nicht giftig, kann aber auf der Haut ein unangenehmes Kribbeln verursachen.
Inmitten dieser ungewöhnlichen Entwicklungen setzt die wissenschaftliche Gemeinschaft ihre Untersuchungen fort, um die Ursachen zu ergründen.