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Gesundheitsgefahr

Hantavirus breitet sich in Österreich aus: Was du jetzt wissen musst!

Hantavirus breitet sich in Österreich aus: Was du jetzt wissen musst!
Symbolfoto. FOTO: iStock/Evgeniy Romanov/Dr_Microbe
2 Min. Lesezeit |

Die Rötelmaus breitet sich in der Steiermark rasant aus, was Hantavirus-Infektionen begünstigt. Experten warnen vor unvorsichtiger Reinigung.

In der Steiermark steigt die Population der Rötelmaus kontinuierlich an, was das Risiko von Hantavirus-Infektionen signifikant erhöht. Die Landessanitätsdirektion warnt eindringlich vor der unvorsichtigen Reinigung von staubigen Räumen wie Dachböden und Kellern, da diese Orte potenzielle Infektionsquellen darstellen.

Hantavirus-Gefahr

Im Jahr 2022 wurden in der Steiermark 183 Fälle von Hantavirus-Infektionen verzeichnet. Die Gefahr einer Ansteckung wächst parallel zur Zunahme der Mäusepopulationen, die das Virus übertragen können. Besonders gefährlich sind Bereiche, in denen sich die Mäuse im Winter aufhalten könnten. Das Virus wird durch das Einatmen von Staub übertragen, der mit Mäusekot, Speichel oder Urin kontaminiert ist. Daher ist das Risiko einer Infektion beim Reinigen von alten Dachböden, Almhütten, Jagdhütten, Scheunen und Geräteschuppen besonders hoch.

Landessanitätsdirektorin Ilse Groß hebt hervor, dass Menschen in landwirtschaftlichen Betrieben, Waldarbeiter und Laborpersonal besonders gefährdet sind. Eine Infektion mit dem Hantavirus beginnt typischerweise mit plötzlich einsetzendem hohem Fieber, das drei bis vier Tage andauert, und wird von grippeähnlichen Symptomen wie Kopf-, Bauch- und Muskelschmerzen, Lichtscheu, Sehstörungen, Rachenrötung und Husten begleitet. In den folgenden Tagen treten oft starke Rückenschmerzen, Unterleibsschmerzen, Schwindel und Erbrechen auf. Lunge und Nieren können schwer beeinträchtigt werden, und bei Organversagen ist eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig, möglicherweise inklusive Dialyse.

Präventionsmaßnahmen

Die Inkubationszeit des Virus liegt normalerweise zwischen zwei und vier Wochen, kann aber in Ausnahmefällen auch zwischen fünf und 60 Tagen variieren. Es gibt weder einen Impfstoff noch eine spezifische medikamentöse Therapie gegen das Hantavirus. Besonders gefährdet sind Personen, deren Lebens- und Arbeitsbedingungen den Kontakt zu infizierten Nagern und deren Exkrementen begünstigen.

Um das Risiko einer Infektion zu verringern, empfiehlt die Landessanitätsdirektorin, staubige Böden und Oberflächen vor der Reinigung zu befeuchten. Bei Tätigkeiten, die Staub aufwirbeln, wird dringend das Tragen einer Schutzausrüstung empfohlen, die aus einer FFP2-Maske, Schutzbrille, Kopfbedeckung, Handschuhen und einem Overall besteht.

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KO KOSMO-Redaktion
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