Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Vorfall

Organtransplantation endet tragisch: Patient stirbt an Tollwut

Organtransplantation endet tragisch: Patient stirbt an Tollwut
FOTO: iStock/gorodenkoff
2 Min. Lesezeit |

Ein Patient in Toledo, Ohio, stirbt nach einer Organtransplantation an Tollwut. Das Virus wurde durch die transplantierte Niere übertragen.

In Toledo, Ohio, ereignete sich ein tragischer Zwischenfall, bei dem ein Patient nach einer Organtransplantation mit dem Tollwutvirus infiziert wurde und verstarb. Der Name des Betroffenen wurde nicht veröffentlicht. Der Mann hatte lange auf eine neue Niere gewartet, die ihm im University of Toledo Medical Center transplantiert wurde. Diese Operation fand Ende Dezember statt, die Öffentlichkeit erfuhr jedoch erst kürzlich davon.

Virusübertragung durch Niere

Laut Dr. Carl J. Schmidt, einem Gerichtsmediziner, wurde das Virus durch die transplantierte Niere übertragen. Das Organ stammte von einem verstorbenen Spender, jedoch wurden keine weiteren Details zur Herkunft des Organs bekanntgegeben. Das Krankenhaus hat eine umfassende Untersuchung des Vorfalls angekündigt.

Das Tollwutvirus, auch bekannt als Rabiesvirus, wird typischerweise durch Bisse und Kratzer infizierter Tiere übertragen. Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind äußerst selten. Ohne sofortige medizinische Versorgung kann das Virus das Nervensystem und später das Gehirn angreifen, was zu hohem Fieber, Schluckbeschwerden, Halluzinationen und Wahnvorstellungen führt und schließlich tödlich endet. Eine effektive Behandlung gegen Tollwut gibt es nicht.

Verbreitung und Übertragung

Während Deutschland als frei von Tollwut gilt, breitet sich die Krankheit in vielen Entwicklungsländern weiter aus. Zudem ist bekannt, dass das Virus auch durch Affen übertragen werden kann.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen