Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Ausnahmezustand

Gesundheitsalarm: DIESES Land erklärt Virus-Notstand!

Gesundheitsalarm: DIESES Land erklärt Virus-Notstand!
FOTO: EPA/Schneyder Mendoza
2 Min. Lesezeit |

Der Gelbfieber-Notstand in Kolumbien alarmiert Behörden landesweit. Mit 34 Todesfällen bei 74 Infektionen zeigt der aktuelle Ausbruch eine ungewöhnlich hohe Sterblichkeitsrate von fast 50 Prozent.

Angesichts alarmierender Zahlen hat Kolumbien den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Notstand wegen eines Gelbfieber-Ausbruchs erklärt. Seit Anfang dieses Jahres wurden 74 Infektionen und mindestens 34 Todesfälle dokumentiert, wie Gesundheitsminister Guillermo Jaramillo im Rundfunk bekannt gab. „Eine Sterblichkeitsrate von fast 50 Prozent“, begründete der Minister die drastische Maßnahme. Besorgniserregend sei zudem die räumliche Ausbreitung der Infektionen über die klassischen Risikogebiete hinaus. „Und stellt damit eine Bedrohung für noch mehr Gemeinden dar“, sagte Jaramillo.

Die Viruserkrankung wird durch den Stich infizierter Mücken auf den Menschen übertragen. Gelbfieber tritt in verschiedenen Regionen Afrikas sowie Südamerikas auf, darunter auch in Kolumbien. Zu den charakteristischen Krankheitsanzeichen zählen erhöhte Körpertemperatur, Brechreiz, Kopfschmerzen und Beschwerden in den Extremitäten. Gewöhnlich verläuft die Infektion weniger schwerwiegend. Der gegenwärtige Ausbruch in Kolumbien zeichnet sich jedoch durch eine ungewöhnlich hohe Letalität aus.

Betroffene Regionen

Die Region Tolima in Kolumbien ist besonders schwer betroffen, wo laut Ministerangaben die Infektionszahlen innerhalb von sieben Monaten von vier auf 22 bestätigte Fälle angestiegen sind. Als Reaktion auf die sich verschärfende Situation werden ab sofort Impfnachweise bei Ein- und Ausreisen kontrolliert.

Regierungsmaßnahmen

Am Mittwoch appellierte die Regierung an ihre Bürger, Immunisierungsangebote wahrzunehmen und bei Ferienreisen während der Osterfeiertage entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Staatspräsident Gustavo Petro verhängte zusätzlich den wirtschaftlichen Ausnahmezustand und forderte seine Landsleute zur Impfung auf. „Ungeimpfte sollten sich über Ostern nicht in Risikogebieten aufhalten“, schrieb Petro auf seiner Facebook-Seite. Diese Empfehlung gelte derzeit primär für die zentrale Kaffeeanbauregion des Landes.

Der Präsident führte die Ausbreitung des Virus auf den Klimawandel zurück, da die Überträgermücke Aedes aegypti durch steigende Durchschnittstemperaturen in immer höher gelegene Gebiete vordringen könne.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen