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Gesundheitsgefahr

Klimawandel bringt Riesenzecke aus den Tropen: Steiermark meldet ersten Fall

Klimawandel bringt Riesenzecke aus den Tropen: Steiermark meldet ersten Fall
Hyalomma-Zecke. FOTO: iStock/Frank Günther
2 Min. Lesezeit |

Die tropische Riesenzecke hat Österreich erreicht. Der Fund in der Steiermark alarmiert Experten, denn der Parasit überträgt potenziell tödliche Krankheitserreger.

Erstmals wurde die Hyalomma-Zecke (tropische Riesenzecke) in Österreich nachgewiesen. Der Fund in der Steiermark gibt Anlass zur Sorge, da diese Zeckenart als Überträger gefährlicher Krankheitserreger bekannt ist. Experten führen ihr Vordringen nach Mitteleuropa auf den Klimawandel zurück – die steigenden Temperaturen schaffen günstige Lebensbedingungen für die ursprünglich in südlichen Regionen beheimateten Parasiten.

Gesundheitliche Risiken

Die gesundheitlichen Risiken sind nicht zu unterschätzen. Die Hyalomma-Zecke kann Bakterien übertragen, die schwere fieberhafte Erkrankungen auslösen können. Besonders alarmierend: Bleibt eine solche Infektion unbehandelt, verläuft sie in etwa 40 Prozent der Fälle tödlich. In Österreich wurden 2025 bereits mehrere importierte Hyalomma-Zecken entdeckt, auch die erste des Jahres in der Steiermark nach einer Reise nach Kroatien.

Die gute Nachricht: Bei Tests waren die gefundenen Zecken negativ auf das gefährliche Krim-Kongo-Fieber-Virus. Dennoch trugen etwa 37,5 Prozent der untersuchten Exemplare Rickettsien-Bakterien, die unbehandelt zu lebensbedrohlichen Infektionen führen können.

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Klimawandel-Folgen

Das Auftreten dieser Zeckenart in Österreich ist kein Einzelfall mehr, sondern Teil einer besorgniserregenden Entwicklung. Durch die klimatischen Veränderungen werden derartige Funde künftig häufiger zu erwarten sein.

Schutzmaßnahmen

Da es gegen die von Hyalomma-Zecken übertragenen Erkrankungen keine Impfung gibt, rät die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zu besonderer Vorsicht. Nach Aufenthalten in Risikogebieten sollten Körper und Kleidung gründlich auf Zecken untersucht werden. Bei Fieber oder auffälligen Hautveränderungen nach einem Zeckenbiss ist umgehend ärztliche Hilfe zu suchen. Erkrankungen durch Rickettsien können mit Antibiotika wie Doxycyclin erfolgreich behandelt werden, wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Angesichts des Krankheitsrisikos, das von der Hyalomma-Zecke ausgeht, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten.

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KO KOSMO-Redaktion
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