Der irische Milliardär Luke Comer will mit seinem Projekt Comer City in Ebreichsdorf den Eurovision Song Contest 2026 nach Niederösterreich holen. In einer offiziellen Mitteilung erklärte der neue Eigentümer des ehemaligen Magna Racino: „Das ehemalige Magna Racino, neu Comer City wäre der ideale Austragungsort für den European Vision Songcontest.“ Mit dieser Ankündigung fordert die niederösterreichische Kleinstadt die Bundeshauptstadt Wien offen heraus.
Die Dimensionen des Vorhabens sind beeindruckend: Geplant sind Tribünen mit 20.000 Sitzplätzen sowie Public-Viewing-Bereiche für weitere 30.000 Zuschauer. Für die internationale Presse soll ein Medienzentrum mit 1.500 Arbeitsplätzen entstehen. Geschäftsführer Sigmund Kahlbacher betont die Entwicklungschancen für die gesamte Region: „Wir möchten, dass jeder die Möglichkeit hat, Teil dieses großartigen Events zu sein.“ Dabei schließt er auch mögliche Kooperationen mit Wien nicht aus.
Logistische Herausforderungen
Die Ambitionen werden allerdings von Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit überschattet. Bei zwei Großkonzerten im Vorjahr kam es zu erheblichen logistischen Problemen. Während des Metallica-Auftritts mussten tausende Besucher stundenlang auf Shuttlebusse warten. Beim Hip-Hop-Festival Rolling Loud nur wenige Wochen später stauten sich Fans sogar bis auf die Bundesstraße.
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Die Betreiber versprechen nun grundlegende Verbesserungen: Eine neue Bahnlinie, ein modernisierter Bahnhof und ein direkter Autobahnanschluss sollen die Verkehrssituation entschärfen. Als besondere Standortvorteile werden die kurze Distanz zur Wiener Innenstadt sowie die Nähe zum Flughafen Schwechat angeführt. „Der Eurovision Song Contest ist die perfekte Gelegenheit, um die Vorzüge unseres Standorts zu präsentieren“, sagt Kahlbacher.
Ambitionierte Pläne
Trotz starker Mitbewerber gibt sich Ebreichsdorf kämpferisch. Die Verantwortlichen setzen auf die Kombination aus Standortvorteilen, den Erfahrungen aus vergangenen Veranstaltungen und der finanziellen Stärke ihres Investors. Der Song Contest soll dabei nicht nur als Musikwettbewerb, sondern als Volksfest konzipiert werden – mit Public Viewings und umfassenden Shuttle-Konzepten.
Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort wird in den kommenden Monaten fallen. Obwohl die Erfolgsaussichten realistisch betrachtet gering sind, verfolgt man das Ziel mit Nachdruck.
Niederösterreich hofft auf ein Großereignis von historischer Bedeutung – und darauf, Europa nach Ebreichsdorf zu bringen.