Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Ermittlungen

Zwei Busunfälle an einem Tag – Sechsjährige im Spital

Zwei Busunfälle an einem Tag – Sechsjährige im Spital
FOTO: Wiener Linien
3 Min. Lesezeit |

Zwei Busunfälle an einem Tag erschüttern Wien: Ein riskantes Wendemanöver und ein außer Kontrolle geratener PKW führen zu mehreren Verletzten – darunter ein Kind.

Am Freitag erschütterten zwei Verkehrsunfälle mit Bussen der Wiener Linien die Bundeshauptstadt. Mehrere Personen wurden verletzt, darunter auch ein Kind. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen.

Gefährliches Wendemanöver

In den Morgenstunden kam es in der Gudrunstraße in Wien-Favoriten zu einem gefährlichen Zwischenfall. Ein 27-jähriger Rumäne versuchte mit seinem Minivan ein unangekündigtes Wendemanöver mitten auf der Straße. Der 47-jährige polnische Busfahrer konnte nur durch eine Vollbremsung einen direkten Zusammenstoß verhindern.

📍 Ort des Geschehens

Die abrupte Bremsung führte jedoch dazu, dass vier Fahrgäste im Bus stürzten. Ein sechsjähriges Mädchen, dessen 39-jährige Mutter sowie ein 32-jähriger Mann mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Eine 33-jährige Frau erlitt leichtere Verletzungen und konnte ambulant versorgt werden.

Obwohl weder der Minivan-Fahrer noch der Buslenker körperliche Schäden davontrugen, wurden laut Polizeisprecherin Anna Gutt gegen beide Anzeigen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr erstattet.

Zweiter Unfall

Der zweite Unfall ereignete sich am selben Tag gegen 19 Uhr am Gräßlplatz, an der Kreuzung Geiselbergstraße/Arsenalstraße. Ein 33-jähriger Slowake verlor beim Abbiegeversuch die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen geriet ins Schleudern, überfuhr eine Verkehrsinsel, beschädigte ein Verkehrsschild, durchquerte einen Grünstreifen und prallte schließlich frontal gegen einen auf dem Busstreifen wartenden Linienbus der Wiener Linien.

Die 31-jährige Beifahrerin kam mit leichten Verletzungen davon und konnte nach medizinischer Behandlung nach Hause entlassen werden. Weitere Verletzte gab es nicht.

Auch in diesem Fall wurde gegen den Fahrer Anzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung erstattet.

Sicherheitsmaßnahmen der Wiener Linien

Alle Buslenker durchlaufen regelmäßige Sicherheitstrainings und werden speziell für kritische Verkehrssituationen geschult. Zudem sind die Busse mit modernsten Assistenzsystemen wie Notbremsassistenten ausgestattet und verfügen über Videoüberwachung.

⇢ Mutter geht shoppen und lässt Sohn bei 30 Grad im Auto

Für das Jahr 2025 liegen bislang keine offiziellen Zahlen zu einer signifikanten Zunahme von Unfällen mit Linienbussen vor. Auffällig ist jedoch, dass bei vielen der gemeldeten Vorfälle mit Personenschaden riskante Fahrmanöver anderer Verkehrsteilnehmer eine zentrale Rolle spielen – wie auch bei den beiden aktuellen Unfällen in Wien.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen