Erste Erkenntnisse nach dem tödlichen Absturz: Bei Felix Baumgartner brach die Wirbelsäule, das Rückenmark wurde verletzt. Die Ermittler prüfen nun zwei mögliche Unfallursachen.
Nach dem Tod des Extremsportlers Felix Baumgartner liegen nun erste Erkenntnisse zur Todesursache vor. Der leitende Generalstaatsanwalt Raffaele Iannella erklärte gegenüber der BILD: „Was wir bisher sicher wissen: Baumgartner starb beim Aufprall, die Wirbelsäule brach im unteren Bereich des Rückens und das Rückenmark wurde geschädigt.“ Die Obduktion soll am Dienstag abgeschlossen werden.
Die genauen Umstände des Absturzes sind noch ungeklärt. Die Auswertung der Bodycam des Verstorbenen soll zeigen, ob möglicherweise ein Herzinfarkt während des Fluges zum Kontrollverlust führte. Parallel dazu beginnt am Dienstag die Untersuchung des Gleitschirms, um technisches Versagen als Unfallursache auszuschließen. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit einer Ermittlungsdauer von bis zu 50 Tagen.
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Letzte Lebenstage
Der 56-jährige Rekordspringer verbrachte seine letzten Lebenstage in Porto Sant Elpidio an der italienischen Adriaküste. Regelmäßig teilte er auf seinen Social-Media-Kanälen Eindrücke seiner Flüge entlang der Küste. Inzwischen wurde bekannt, dass Baumgartner nur vier Tage vor seinem tödlichen Unfall noch an einer Geburtstagsfeier nahe des späteren Unglücksortes teilnahm.
Am Flugplatz in Fermo gratulierte er der jungen Italienerin Sahora, die dort mit Pferden arbeitet, zu ihrem 24. Geburtstag. „Als ich ihn gesehen habe, wirkte er gesund. Er hat sich sehr um seinen Körper gekümmert und darauf geachtet, was er isst“, berichtete die junge Frau der „Bild“.
Letzter Flug
Der Österreicher zeigte sich bei diesem Treffen ausgesprochen gut gelaunt, wie Sahora weiter schilderte. „Er hat gesagt: Wir sehen uns wieder, wenn du 42 wirst. Dann hat er aus Spaß die beiden Kerzen mit der 2 und der 4 auf meiner Torte getauscht.“ Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt das bevorstehende Unglück erahnen.
In den darauffolgenden Tagen genoss Baumgartner die Zeit mit seiner Partnerin Mihaela. Am Unglückstag selbst informierte er seine Anhänger noch über Startverzögerungen wegen zu starken Windes. Kurz darauf konnte er dann doch – zum letzten Mal – starten.
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Sicherheitsstandards und Unfallrisiko beim Gleitschirmfliegen
In Österreich und Italien gelten für das Gleitschirmfliegen strenge Sicherheitsstandards, die eine verpflichtende Ausbildung, regelmäßige technische Überprüfungen der Ausrüstung sowie die Einhaltung von Wetter- und Luftraumvorschriften umfassen. Dennoch bleibt dieser Extremsport mit erheblichen Risiken verbunden.
Statistiken zeigen, dass in Österreich jährlich drei bis fünf tödliche Unfälle beim Gleitschirmfliegen registriert werden. In Italien liegen die Zahlen im ähnlichen Bereich. Die meisten Unglücke werden auf Pilotenfehler oder plötzliche Wetterumschwünge zurückgeführt. Ob Baumgartner trotz seiner Erfahrung die Windverhältnisse falsch eingeschätzt hat, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die FPÖ fordert nun eine „Baumgartner-Straße“ als Andenken.
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