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Behördenversagen

10-Jährige zu Tode gefoltert – Vater und Freundin verhaftet

10-Jährige zu Tode gefoltert – Vater und Freundin verhaftet
FOTO: Apache County Sheriff's Office
2 Min. Lesezeit |

Ein 10-jähriges Mädchen wurde in Arizona in einem erschütternden Zustand aufgefunden und erlag drei Tage später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die Ermittler gehen von schwerer Misshandlung und sexuellem Missbrauch aus. Die Behörden nahmen den 32-jährigen Vater Richard Baptiste sowie dessen 29-jährige Lebensgefährtin Anicia Woods fest. Trotz mehrfacher Meldungen beim zuständigen Jugendamt konnte die Tragödie nicht verhindert werden.

Die Polizei von Holbrook entdeckte die kleine Rebekah Baptiste am 27. Jänner an einer Straßenkreuzung. Wie ABC 15 berichtet, wurde das Kind sofort in ein Krankenhaus eingeliefert, wo es jedoch drei Tage später verstarb. Bei ihrer Auffindung war das Mädchen stark ausgetrocknet und unterernährt. Besonders alarmierend war das Fehlen mehrerer Zehennägel. Der Gesamtzustand des Kindes ließ die Einsatzkräfte unmittelbar auf Folter schließen. Zudem fanden sich Anzeichen sexuellen Missbrauchs.

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Schockierende Details

Der Onkel des Opfers, Damon Hawkins, beschrieb, dass seine Nichte bei Auffindung zahlreiche Blutergüsse und Schwellungen im Gesicht aufwies. Hawkins schilderte gegenüber lokalen Medien, das Mädchen sei „von Kopf bis Fuß schwarz und blau“ gewesen und habe zwei blaue Augen gehabt. Als vermutete Todesursache bezeichnete er eine Hirnblutung. Die Schule des Mädchens, das Empower College Prep, teilte mit, dass zwischen 2023 und 2025 insgesamt zwölf Mitarbeiter das Jugendamt kontaktiert hätten. Die Behörde widerspricht dieser Darstellung und spricht von lediglich fünf Meldungen.

Behördliches Versagen

Die Schulleitung bestätigte, dass sie wiederholt Anzeichen von Misshandlung bei Rebekah Baptiste wahrgenommen und mehrfach das Arizona Department of Child Safety (DCS) informiert habe. Nur in einem Fall sei die Schwelle für Ermittlungen erreicht worden. „Bei den übrigen vier Meldungen konnten wir keine Untersuchung einleiten, da die vorgebrachten Anschuldigungen nicht den gesetzlich definierten Kriterien für Misshandlung oder Vernachlässigung entsprachen“, erklärte ein Sprecher des Jugendamtes.

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Das DCS kündigte eine interne Überprüfung des Falles an, um mögliche systemische Versäumnisse zu analysieren. Die Behörde betonte, dass sie innerhalb der gesetzlichen Vorgaben handeln müsse. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei bestätigten, dass das Mädchen bei der Einlieferung schwere Verletzungen, darunter zahlreiche Blutergüsse und Anzeichen von Folter, aufwies.

Gegen Richard Baptiste und Anicia Woods wurde ein Strafverfahren wegen Mordverdachts und Kindesmisshandlung eingeleitet.

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KO KOSMO-Redaktion
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