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Preissturz

Ölpreis im freien Fall – OPEC erhöht trotz Nachfrage-Krise

Ölpreis im freien Fall – OPEC erhöht trotz Nachfrage-Krise
(Foto: iStockphoto)
2 Min. Lesezeit |

Die Ölpreise auf den Weltmärkten sind in der vergangenen Woche um mehr als drei Prozent gefallen. Händler zeigen sich zunehmend besorgt über eine nachlassende Nachfrage, während die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gleichzeitig ihre Fördermengen erhöht.

An der Londoner Börse sank der Preis pro Barrel um 3,8 Prozent auf 65,50 Dollar, während an den US-amerikanischen Handelsplätzen ein Rückgang von 3,3 Prozent auf 61,87 Dollar verzeichnet wurde.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Wochen mit Preissteigerungen geriet das „schwarze Gold“ nun unter Druck. Besonders die deutlich gestiegenen Lagerbestände in den USA zum Ende der Sommerreisesaison beunruhigen die Marktteilnehmer. Der US-Arbeitsmarkt schwächelt bereits seit Monaten, was unweigerlich zu einem Rückgang des Konsums führt.

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Wirtschaftliche Schwächephase

Experten rechnen daher mit einer Verlangsamung der Wirtschaftsleistung und einer sinkenden Nachfrage nach Erdöl. Erschwerend kommt hinzu, dass auch andere führende Volkswirtschaften derzeit nicht in Bestform sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ölpreise bereits um 8,5 Prozent gefallen, was die anhaltende Schwächephase am Markt unterstreicht.

Trotz der erkennbaren Nachfrageschwäche haben die OPEC und ihre Partnerländer die Produktion in letzter Zeit kontinuierlich hochgefahren, um größere Marktanteile zu sichern. Bei ihrem Treffen am Sonntag beschlossen die OPEC+-Mitglieder, die tägliche Fördermenge ab Oktober um weitere 137.000 Barrel zu erhöhen – allerdings deutlich weniger als in den Vormonaten.

Die OPEC+ hatte bereits zuvor eine schrittweise Aufhebung der seit 2023 geltenden Förderbeschränkungen angekündigt. Ab September 2025 plant das Kartell eine weitere Steigerung um durchschnittlich 547.000 Barrel pro Tag, was den Markt auf einen Überschuss zusteuern lässt.

Arbeitsmarkt belastet

Zusätzlich belasteten am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktdaten aus den USA den Ölpreis. Im August wurden lediglich 22.000 neue Stellen geschaffen – weit unter den erwarteten 75.000. „Wir erleben hier eine Art perfekten Sturm“, erklärt Phil Flynn, Analyst bei Price Futures Group.

„Die Preise begannen zu fallen, nachdem die OPEC mögliche Produktionssteigerungen ankündigte. Und der Arbeitsmarktbericht hat die Situation keineswegs verbessert, da er eindeutig auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes hindeutet.“

Aktuelle Marktdaten zeigen, dass die Nordseesorte Brent am 8. September bei 66,31 US-Dollar notierte, während WTI-Rohöl mit 62,87 US-Dollar gehandelt wurde. Experten warnen, dass das steigende Angebot den Preisdruck weiter verschärfen könnte, solange die Weltkonjunktur schwach bleibt.

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KO KOSMO-Redaktion
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