Schockmoment im Griechenland-Urlaub: Ein fünfjähriger Serbe wurde an einem beliebten Strand von einem Wolf attackiert. Überwachungskameras dokumentierten den seltenen Vorfall.
Ein fünfjähriges Kind aus Serbien wurde an einem Strand nahe der griechischen Ortschaft Neos Marmaras von einem Wolf angegriffen. Der schockierende Vorfall, über den das Portal „nikana.gr“ berichtete, wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet, die bestätigen, dass es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt haben dürfte. Die genauen Umstände werden allerdings noch untersucht.
📍 Ort des Geschehens
Neos Marmaras liegt auf der Halbinsel Sithonia in der beliebten Ferienregion Chalkidiki, etwa 120 Kilometer südöstlich von Thessaloniki. Die Region ist bekannt für ihre unberührten Strände und dichten Wälder, die bis ans Meer reichen. In diesen Waldgebieten leben noch immer kleine Wolfspopulationen, die normalerweise den Kontakt mit Menschen meiden.
Medizinische Versorgung
Nach dem Angriff brachten die Eltern ihr Kind umgehend ins Gesundheitszentrum Agios Nikolaos auf der Halbinsel Sithonia. Dort erhielt der Fünfjährige Erste Hilfe, bevor er zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus von Polygyros auf Chalkidiki verlegt wurde. Die Ärzte versorgten die Bisswunde fachgerecht und konnten den kleinen Patienten anschließend wieder entlassen.
Sowohl das Kind als auch seine Eltern stehen nach dem traumatischen Erlebnis unter Schock. Wolfsangriffe auf Menschen sind in Griechenland extrem selten – nach Angaben des griechischen Umweltministeriums leben landesweit nur etwa 1.000 bis 1.200 Wölfe, die sich hauptsächlich in bergigen und waldreichen Gebieten aufhalten. Die Population in Chalkidiki wird auf weniger als 50 Tiere geschätzt.
Experten betonen, dass Wölfe normalerweise scheue Tiere sind und Begegnungen mit Menschen aktiv vermeiden. Aggressive Verhalten gegenüber Menschen ist meist auf Krankheit, Verletzung oder den Schutz von Welpen zurückzuführen. Die griechischen Behörden haben angekündigt, den Vorfall genau zu untersuchen und gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz der Touristen zu ergreifen.