Ein Zufallsfund bei einer Verkehrskontrolle beendet die 16-jährige Fahndung nach einem mutmaßlichen Schützen – doch der Georgier ist bereits wieder frei.
Nach 16 Jahren Fahndung wurde ein 51-jähriger Georgier, der im Verdacht stand, 2009 in Wien einen Landsmann angeschossen zu haben, bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle in Bad Leonfelden im Bezirk Urfahr-Umgebung gefasst. Der Mann war ohne gültige Lenkberechtigung unterwegs und hielt sich illegal im Bundesgebiet auf. Eine Datenbankabfrage ergab einen EU-weiten Haftbefehl wegen versuchten Mordes – die europaweite Suche nach dem Mann endete damit überraschend durch einen Zufallsfund. Mittlerweile ist der Tatverdächtige jedoch wieder auf freiem Fuß.
⇢ Schuss in Favoriten: Polizei schnappt Mordverdächtigen nach 16 Jahren
Gewalttat in Favoriten
Der ursprüngliche Vorfall hatte sich Ende Juli 2009 am Antonsplatz in Wien-Favoriten abgespielt. Sechs Männer georgischer Herkunft waren in eine heftige Auseinandersetzung verwickelt. Die Situation eskalierte, als ein damals 38-jähriger Georgier, der selbst mit einem Messer gedroht haben soll, in der nahegelegenen Rechberggasse einen Schuss in die Hüfte erhielt und lebensgefährlich verletzt wurde.
Das Opfer wurde nach dem Hüftdurchschuss notoperiert und konnte bereits einen Tag nach dem Vorfall von der Polizei einvernommen werden. Der Mann überlebte die Tat und gab gegenüber den Ermittlern an, weder seine Mitstreiter noch die Gegner gekannt zu haben. Die unmittelbar eingeleitete Fahndung nach dem Schützen verlief damals ergebnislos – bis zur überraschenden Festnahme durch Zufall 16 Jahre später.