Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Marineaufmarsch

Pentagon entsendet mächtigstes Kriegsschiff der Welt – 4.000 Matrosen im Drogenkampf

Pentagon entsendet mächtigstes Kriegsschiff der Welt – 4.000 Matrosen im Drogenkampf
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Amerikas mächtigster Flugzeugträger nimmt Kurs auf Südamerika. Mit 4.000 Matrosen und Kampfflugzeugen verstärkt die USS Gerald R. Ford die US-Präsenz in der Region.

Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS Gerald R. Ford, hat am Dienstag das Einsatzgebiet des US-Südkommandos (USSOUTHCOM, zuständig für Mittel- und Südamerika) erreicht. Das Kriegsschiff war zuvor am 4. November aus dem Mittelmeer ausgelaufen, wie die Marine in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab. Die Verlegung des Flugzeugträgers und seiner Kampfgruppe in die Region hatte das Pentagon bereits am 24. Oktober angekündigt. Als Hauptzweck der Mission werden Drogenbekämpfungsmaßnahmen genannt.

„Die verstärkte US-Truppenpräsenz im USSOUTHCOM-Einsatzgebiet wird unsere Fähigkeiten zur Erkennung, Überwachung und Unterbindung illegaler Akteure und Aktivitäten verbessern“, erklärte Pentagon-Hauptsprecher Sean Parnell. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, Bedrohungen abzuwehren, „die die Sicherheit und den Wohlstand der USA und unsere Sicherheit in der westlichen Hemisphäre gefährden“.

Massive Marinepräsenz

Mit der Ankunft der Ford verstärkt die US-Marine ihre Präsenz in der Region erheblich. Bereits acht weitere Marineschiffe operieren im USSOUTHCOM-Gebiet, darunter die USS Iwo Jima, USS Fort Lauderdale, USS San Antonio, USS Lake Erie, USS Jason Dunham, USS Gravely, USS Stockdale und USS Wichita. Auf diesen Schiffen sind rund 6.000 Personen stationiert.

Die Ford selbst bringt weitere 4.000 Matrosen in die Region und verfügt über Dutzende taktische Flugzeuge. Zur Gerald R. Ford Carrier Strike Group gehören zudem neun Staffeln des Carrier Air Wing Eight, die Lenkwaffenzerstörer USS Bainbridge und USS Mahan sowie das Raketenabwehrkommandoschiff USS Winston S. Churchill.

Führungswechsel angekündigt

„Durch unerschütterliches Engagement und den präzisen Einsatz unserer Streitkräfte sind wir bereit, die transnationalen Bedrohungen zu bekämpfen, die unsere Region zu destabilisieren versuchen“, betonte SOUTHCOM-Kommandeur Admiral Alvin Holsey in der Mitteilung. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte allerdings bereits am 16. Oktober angekündigt, dass Holsey Ende des Jahres in den Ruhestand treten werde.

Obwohl in der Ankündigung keine Begründung genannt wurde, berichtete die New York Times über unterschiedliche Auffassungen zwischen Holsey und Hegseth bezüglich der Ziele des US-Militärs in Mittel- und Südamerika sowie der militärischen Angriffe auf mutmaßliche Drogentransportschiffe.

Die Trump-Regierung hat bislang 19 solcher Angriffe öffentlich gemacht, bei denen mindestens 75 Menschen an Bord der attackierten Schiffe ums Leben kamen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen