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Großeinsatz

Verschleppt und missbraucht: Behörden retten 43 Kinder – auch Säugling darunter

Verschleppt und missbraucht: Behörden retten 43 Kinder – auch Säugling darunter
FOTO: iStock/Elmar Gubisch
2 Min. Lesezeit |

In einer der größten Rettungsaktionen Floridas konnten 43 gefährdete Kinder in Sicherheit gebracht werden. Die Operation „Northern Lights“ ermöglichte es den Minderjährigen, die Feiertage in einem geschützten Umfeld zu verbringen. „43 gefährdete Kinder können die Feiertage nun sicher zu Hause verbringen“, sagte Einsatzleiter Greg Leljedal in einer Stellungnahme gegenüber amerikanischen Medien. Wie „20 Minuten“ berichtet, befand sich unter den Geretteten auch ein Säugling.

Die Ermittlungsbehörden führten laut Fox News über mehrere Monate hinweg systematische Hausbesuche durch, um den Verbleib der vermissten Kinder zu klären. Leljedal erläuterte, dass die Minderjährigen erheblichen Risiken wie Gewalteinwirkung, Drogenkonsum, sexueller Ausbeutung oder familiärer Gewalt ausgesetzt waren. Die Suchmaßnahmen konzentrierten sich vorwiegend auf Nordflorida, erstreckten sich jedoch auch auf die angrenzenden Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Tennessee.

Erfolgreiche Rettungen

In Baton Rouge (Louisiana) spürten die Einsatzkräfte ein einjähriges Kind aus Leon County auf. Nahe Jackson (Mississippi) wurden ein 17-Jähriger sowie ein Kleinkind im Alter von einem Jahr aus Okaloosa County entdeckt. In Jacksonville (Florida) tauchte ein 13-jähriges Kind wieder auf, das seit acht Monaten als vermisst galt.

Den Behörden gelang es zudem, in Ocala (Florida) einen 15-jährigen Jungen zu befreien, der von einer nicht sorgeberechtigten Person verschleppt worden war. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Insgesamt nahmen die Behörden neun Personen fest, überwiegend wegen Verstößen gegen das Sorgerecht. Weitere Strafverfahren wegen Menschenhandels, Gefährdung des Kindeswohls und ähnlicher Vergehen werden derzeit geprüft.

Umfassende Betreuung

Sämtliche gerettete Kinder erhielten umgehend medizinische Versorgung, Verpflegung, Unterkunft und psychologischen Beistand. Fachkräfte für Kinderschutz sorgten für die emotionale Stabilisierung und langfristige Sicherheit der Betroffenen. Inzwischen konnten alle 43 Opfer wieder mit ihren Familien zusammengeführt werden.

Die Maßnahme erfolgte im Rahmen des amerikanischen „Justice for Victims of Trafficking Act“ von 2015.

Seit Inkrafttreten dieses Gesetzes konnten nach Behördenangaben nahezu 4.000 Kinder aus gefährlichen Situationen befreit werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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