Goldene Ringe im Rachen einer toten Seniorin – dieser grausame Fund in einem Wiener Pflegeheim wirft Fragen auf und weckt Erinnerungen an einen früheren Todesfall.
In einem Pflegeheim in Wien-Döbling kam es zu einem erschütternden Vorfall. Eine 87-jährige Bewohnerin wurde leblos aufgefunden, wobei das Personal zunächst von einem natürlichen Tod ausging. Die Ermittlungsbehörden wurden jedoch rasch misstrauisch, da sich Hinweise auf ein mögliches Verbrechen verdichteten. Die anschließend durchgeführte Obduktion bestätigte den Verdacht: Die Seniorin war durch Ersticken ums Leben gekommen.
Ein besonders verstörendes Detail beschäftigt nun die Ermittler: Im Hals- und Rachenbereich des Opfers wurden mehrere goldene Ringe entdeckt. Während anfängliche Berichte nur von einem einzelnen Schmuckstück sprachen, handelt es sich laut Informationen der „Krone“ um insgesamt drei Ringe. Diese könnten als makabere Botschaft im Sinne von „Ersticke an deinem Geld“ platziert worden sein.
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Gesicherte DNA-Spuren
Auf den Schmuckstücken wurden fremde DNA-Spuren gesichert, die nun mit der Verdächtigendatenbank abgeglichen werden. Sollte dieser Abgleich ergebnislos bleiben, könnten weitere DNA-Proben im Umfeld der Verstorbenen genommen werden. Auch das Heimpersonal wird standardmäßig überprüft.
Die Untersuchungen umfassen zudem die Frage, ob aus dem Zimmer der Verstorbenen Wertgegenstände entwendet wurden. Im familiären Umfeld des Opfers haben bereits erste Befragungen stattgefunden.
Früherer Todesfall
Der aktuelle Fall erregt auch deshalb Aufsehen, weil es in derselben Einrichtung offenbar schon früher einen ungeklärten Todesfall gegeben haben soll. Brigitte Schneider, Tochter des bekannten Radiomoderators Walter Niesner, erhebt schwerwiegende Anschuldigungen: Sie behauptet, dass auch ihre Mutter in diesem Heim getötet wurde. Damals sei der Zimmersafe der Verstorbenen geplündert worden. „Ringe, Uhren, Schmuck waren weg. Der Schaden mindestens 30.000 Euro“, so Schneider.
Die damaligen polizeilichen Ermittlungen verliefen im Sand – nun fordert sie eine Wiederaufnahme des Falls. Nach Informationen der Tageszeitung „Heute“ besteht allerdings kein Zusammenhang mit früheren Vorfällen.
Die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter und zur Aufklärung möglicher Diebstähle dauern an.