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Kinoflop

Millionen für Marketing, ein Ticket verkauft: Melania-Doku floppt im Kino

Millionen für Marketing, ein Ticket verkauft: Melania-Doku floppt im Kino
FOTO: iStock/EPA/SHAWN THEW
2 Min. Lesezeit |

Trotz millionenschwerer Werbekampagne und prominenter Unterstützung durch Donald Trump selbst bleibt der Kinosaal bei der Melania-Doku gespenstisch leer.

Der Dokumentarfilm über Melania Trump, der am Freitag Premiere feiert, stößt bereits vor seinem Kinostart auf wenig Resonanz. Die 104-minütige Produktion, die einen Einblick in die 20 Tage vor Donald Trumps zweiter Amtseinführung im Jänner 2025 gewährt, scheint beim Publikum kaum Interesse zu wecken. Branchenkenner aus Hollywood rechnen trotz massiver Werbeausgaben von nahezu 30 Millionen Euro mit Einspielergebnissen von lediglich 4,2 Millionen Euro am ersten Wochenende und bezeichnen das Projekt bereits als gescheiterten Kinostart des Jahres.

Besonders deutlich zeigt sich die mangelnde Nachfrage in Großbritannien. Wie Tim Richards, CEO der Kinokette Vue, mitteilte, wurde für die Nachmittagsvorstellung am Freitag um 15:10 Uhr in London-Islington gerade einmal ein einziges Ticket verkauft. Auch die spätere Vorführung um 18 Uhr konnte mit nur zwei reservierten Plätzen kaum mehr Zuschauer anlocken.

Die Dokumentation wird als persönlicher Blick hinter die Kulissen der Beziehung zwischen der 55-jährigen First Lady und dem US-Präsidenten vermarktet. Auf seiner Plattform „Truth Social“ bezeichnete Donald Trump den Film als „absolutes MUSS“ und rief seine Anhänger dazu auf, sich rasch Eintrittskarten zu sichern. Eine Journalistin der „Vogue“ äußerte sich hingegen kritisch und erklärte, der Trailer habe ihr weniger Einblick in Melanias Leben gegeben als sie zuvor hatte.

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Teure Filmrechte

Für Schlagzeilen sorgte Anfang vergangenen Jahres der Erwerb der Filmrechte durch die zu Amazon.com gehörenden MGM-Studios, als der Konzern von Jeff Bezos 40 Millionen Dollar investierte. „Melania“ kämpft jedoch mit denselben Schwierigkeiten wie viele Dokumentarfilme im Streaming-Zeitalter, da dokumentarische Formate im Kino häufig gemieden werden.

Streaming-Pläne

Wann der Film auf der Streamingplattform Prime Video erscheinen wird, hat Amazon bislang nicht bekannt gegeben. Ein Insider, der mit den Plänen vertraut ist, deutet an, dass die Kinophase mindestens drei Wochen andauern könnte. Der Konzern hofft offenbar, dass auch Zuschauer ohne Sympathien für den Präsidenten Interesse am Film zeigen könnten.

Für die Bewerbung des Dokumentarfilms, der am 29. Jänner seine Premiere feiert, wurden 30 Millionen Euro aufgewendet.

Die Marketingkampagne umfasste unter anderem Werbeflächen auf der imposanten „Sphere“ in Las Vegas.

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KO KOSMO-Redaktion
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