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Enttäuschung

Österreichs Oscar-Hoffnung verblasst – Diese Titel hingegen räumen bei Nominierungen voll ab

Österreichs Oscar-Hoffnung verblasst – Diese Titel hingegen räumen bei Nominierungen voll ab
Foto: epa/CHRIS TORRES, JILL CONNELLY, Sashenka Gutierrez
3 Min. Lesezeit |

Trotz Shortlist-Platzierung verpasst Richard Ladkanis Dokumentarfilm „Yanuni“ die Oscar-Nominierung. Der Filmemacher blickt bereits auf sein nächstes Projekt.

Die österreichischen Oscar-Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Dokumentarfilmer Richard Ladkani konnte mit seinem Werk „Yanuni“ den Sprung in die Endrunde nicht schaffen. Gegenüber der APA zeigte sich der Filmemacher nach der Entscheidung gefasst: „Natürlich wäre es eine große Freude gewesen, nach der Shortlist diesmal noch einen Schritt weiterzugehen – das will ich gar nicht leugnen. Gleichzeitig ist das Erreichen der Shortlist bereits eine außergewöhnliche Anerkennung. Nach ‚The Ivory Game‘ ist es nun das zweite Mal, dass wir es unter die engste Auswahl geschafft haben, und das erfüllt mich mit Stolz.“

Der 52-Jährige blickt bereits nach vorne: „Wir stehen bereits mit einem neuen Projekt über Dr. Jane Goodall in den Startlöchern – und vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.“

Führende Nominierungen

Im Nominierungsfeld nimmt „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson mit 13 Nennungen den zweiten Platz ein. Mit deutlichem Abstand folgen drei Produktionen mit jeweils neun Nominierungen: Guillermo del Toros „Frankenstein“, das Tischtennisdrama „Marty Supreme“ mit Timothée Chalamet sowie Joachim Triers norwegisches Familienepos „Sentimental Value“.

Die prestigeträchtige Kategorie „Bester Film“ umfasst neben den fünf führenden Werken auch „Bugonia“ von Yorgos Lanthimos, Joseph Kosinskis „F1“, „Hamnet“ unter der Regie von Chloé Zhao, Kleber Mendonça Filhos „The Secret Agent“ sowie „Train Dreams“ von Clint Bentley. In der Regiekategorie treten Zhao für „Hamnet“, Josh Safdie für „Marty Supreme“, Anderson für „One Battle after Another“, Trier für „Sentimental Value“ und Coogler mit „Sinners“ gegeneinander an.

Schauspiel-Kategorien

Bei den Darstellerinnen konkurrieren die als Favoritin gehandelte Jessie Buckley („Hamnet“), Rose Byrne („If I Had Legs I’d Kick You“), Kate Hudson („Song Sung Blue“), Renate Reinsve („Sentimental Value“) und Emma Stone („Bugonia“) um die begehrte Trophäe. In der männlichen Hauptdarstellerkategorie sind Timothée Chalamet („Marty Supreme“), Leonardo DiCaprio („One Battle After Another“), Ethan Hawke („Blue Moon“), Michael B. Jordan („Blood & Sinners“) und Wagner Moura („The Secret Agent“) nominiert.

Auch für den österreichisch-schweizerischen Regisseur Edward Berger, der mit „Ballad of a Small Player“ immerhin in zwei Kategorien in der Vorauswahl stand, wird die Glamourgala kein persönliches Ereignis. Der österreichische Beitrag „Pfau – Bin ich echt?“ von Bernhard Wenger hatte es zuvor nicht auf die Shortlist für den Auslandsoscar geschafft.

Zum Auftakt der Nominierungsverkündung betonte Academy-Präsidentin Lynette Howell Taylor die menschliche Komponente des Filmschaffens: „Die Oscars feiern heuer unsere Verbindung miteinander.“ Dies gelte besonders in Zeiten des KI-getriebenen technischen Fortschritts: „Der Herzschlag des Films ist und wird immer menschlich sein.“

Als Zeichen dieser Wertschätzung wird bei der von Conan O’Brien moderierten Gala im Dolby Theatre erstmals seit 25 Jahren eine neue Kategorie eingeführt – die Auszeichnung für das beste Casting.